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Goldnachfrage Chinas lag 2013 bei 2.000 Tonnen

Stand: 15.10.2014

China Panda Gold

Die private Goldnachfrage in China lag 2013 deutlich höher als bisher angenommen. Dies geht aus einer Rede des Chairman der Shanghai Gold Exhange, Xu Luode, auf dem LBMA Bullion Market Forum in Singapur hervor, das am 25. Juni 2014 stattfand. Eine englische Übersetzung des Vortrags ist vor kurzem im Magazin „The Alchemist“ erschienen, welches von der London Bullion Market Association (LBMA) herausgegeben wird. Demnach erklärte Xu Luode den Teilnehmern des Forums, dass China im vergangenen Jahr mehr als 2.000 Tonnen Gold nachgefragt habe. Der World Gold Council (WGC) hatte die chinesische Nachfrage hingegen auf 1.066 Tonnen beziffert.

 

Berichte zu tatsächlicher Goldnachfrage bestätigt


Mit seinen Aussagen zum chinesischen Goldkonsum hat Xu Luode die Berichte des Goldmarktanalysten=== Kooks Jansen bestätigt. Dieser publiziert seit einiger Zeit Schätzungen zum wirklichen Goldkonsum Chinas, die deutlich von den Zahlen des WGC abweichen. Laut Koos Jansens Rechnung setzt sich dieser wie folgt zusammen:

 

Importe + Minenproduktion + Altgoldangebot = Auslieferungen der SGE = Großhandelsnachfrage

 

Dass diese Formel Jansens die physische Goldnachfrage in China wirklichkeitsnah abbildet, belegen die von SGE Chairman Luode genannten Zahlen. Demnach habe China 2013 1.540 Tonnen Gold importiert und weitere 430 Tonnen produziert, was einem Angebot von 1.970 Tonnen entspricht. Diese annähernd 2.000 Tonnen seien von Verbrauchern in China konsumiert worden. So hätten sich die Bestände der Goldbörse im vergangenen Jahr um fast 2.200 Tonnen reduziert, inklusive 200 Tonnen recyceltem Gold.

 

Zwei Faktoren unterstützen Goldkonsum in China

Laut dem Chairman der SGE unterstützten zwei Faktoren die Goldnachfrage. Zum einen sei der Schmuckkonsum im Land extrem hoch. Das Wachstum im Schmuckbereich zeige, dass Chinas Konsum, und somit auch der Goldkonsum, in einem sehr gesunden Zustand seien. Zum anderen spiele der Faktor Anlagegold eine zunehmende Rolle, das Volumen in diesem Bereich sei derzeit ebenfalls hoch.

 

Im Hinblick auf Sorgen über die weitere Marktentwicklung sagte Luode, dass es seiner Meinung nach in diesem Jahr sicherlich einige Unterschiede im Vergleich zu 2013 geben werde. Ein Aspekt ist dabei die langsamere Wachstumsrate. Allerdings sei der Goldverbrauch im ersten Quartal 2014 noch gestiegen und das Importvolumen stabil geblieben.

Bezogen auf den allgemeinen Trend verwies Luode auf die Schätzungen des WGC, nach denen der Pro-Kopf-Goldverbrauch in China bei 4,5 Gramm liegt, gegenüber einem weltweiten Pro-Kopf-Verbrauch von durchschnittlich 24 Gramm. Diese Differenz von rund 20 Gramm stelle das potenzielle Wachstum des physischen Goldmarktes in China dar. So habe da Land aus seiner Sicht immer noch ein hohes Wachstumspotenzial.

 

Quellen:

"The Alchemist"

Bullionstar.com

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