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Goldmarkt im vierten Quartal mit Angebotsdefizit

Stand: 02.02.2016

Goldbarren von Heraeus, 250 GrammDer Goldmarkt hat sich zum Ende des vergangenen Jahres weiter positiv entwickelt. Dies geht aus dem aktuellen Bericht des Branchendienstes Thomson Reuters GFMS hervor. Die physische Nachfrage stieg im vierten Quartal 2015 gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent auf 1.087 Tonnen. Gleichzeitig lag das weltweite Goldangebot bei 1.045 Tonnen, so dass der Markt erstmals seit Anfang 2014 wieder ein Angebotsdefizit aufwies.

Im ersten Quartal 2014 hatte die Goldnachfrage bei 1.091 Tonnen gelegen, das Angebot bei 1.036 Tonnen. Damals hatte das Defizit 55 Tonnen betragen, im vierten Quartal 2015 überstieg die Nachfrage das Angebot um 42 Tonnen.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Goldnachfrage im vierten Quartal 2015 um 2,2 Prozent. Von Oktober bis Dezember 2014 hatte sich die weltweite Nachfrage auf 1.062 Tonnen summiert.

 

Großes Interesse an Anlagegold

Ein wesentlicher Faktor für die robuste Goldnachfrage=== im vergangenen Quartal war der Bereich der Münzen und Barren. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg die Münz- und Barrennachfrage um 5 Prozent auf 299 Tonnen. Im vierten Quartal 2014 waren 284 Tonnen Gold in Form von Münzen oder Barren nachgefragt worden.

Konkret nahm das Interesse an Goldbarren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,9 Prozent zu, der Bedarf an Goldmünzen nahm um 0,6 Prozent ab. So lag die Nachfrage nach Barren im vierten Quartal des vergangenen Jahres bei 227 Tonnen, die Münznachfrage erreichte 72 Tonnen. Im Vorjahresquartal hatte die Barrennachfrage 212 Tonnen betragen und die Nachfrage nach Münzen knapp 72 Tonnen.

Die Zentralbanken und andere Institutionen trugen ebenfalls zu einer positiven Entwicklung des Goldmarktes bei. Sie erwarben im vergangenen Quartal 132 Tonnen des gelben Edelmetalls. Damit steigerten sie ihre Goldkäufe um 23,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Zeitraum von Oktober bis Dezember 2014 hatte die Nachfrage aus diesem Bereich bei 107 Tonnen gelegen.

 

Goldnachfrage der Schmuckhersteller leicht rückläufig

Während Anlagegold im vierten Quartal 2015 auf mehr Interesse stieß, ging der Goldverbrauch der Schmuckhersteller leicht zurück. Die Nachfrage lag mit 564 Tonnen rund 2 Prozent unter dem Niveau des vierten Quartals 2014. Damals hatten die Schmuckhersteller einen Goldbedarf von 576 Tonnen.

Auch die industrielle Goldnachfrage war im vergangenen Quartal rückläufig. Sie gab im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,8 Prozent nach. Der Goldbedarf der Industrie lag im vierten Quartal 2015 bei 92 Tonnen, im vierten Quartal 2014 hatte er 96 Tonnen betragen.

 

Minenangebot geht zurück

Auf der anderen Seite betrug das globale Goldangebot im vergangenen Quartal 1.045 Tonnen. Damit sank es gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent. Von Oktober bis Dezember 2014 hatte das Goldangebot bei 1.127 Tonnen gelegen.

Die Minenproduktion lag mit 767 Tonnen 3,8 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Für das vierte Quartal 2014 hatte GFMS einen Minenausstoß von 798 Tonnen verzeichnet. Das Recyclingangebot stieg dagegen um 1,5 Prozent auf 288 Tonnen. Im Vorjahresquartal hatte es bei 283 Tonnen gelegen.

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