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Goldmarkt: Angebotsüberschuss im ersten Quartal

Stand: 28.04.2016

Der Goldmarkt hat das erste Quartal dieses Jahres mit einem Angebotsüberschuss beendet. Dies geht aus dem aktuellen Marktbericht des Branchendienstes Thomson Reuters GFMS hervor. Demnach sank die physische Goldnachfrage im Vergleich zum Vorjahresquartal um 23,8 Prozent auf 781 Tonnen. Im ersten Quartal 2015 hatte die weltweite Nachfrage 1.097 betragen.

Gleichzeitig stieg das Goldangebot in den ersten drei Monaten dieses Jahres um 4,2 Prozent auf 1.091 Tonnen. Im ersten Quartal 2015 waren es 1.047 Tonnen gewesen. Damit lag das Goldangebot im Zeitraum zwischen Januar und März rund 310 Tonnen über der Nachfrage.

 

Starke Rückgänge im Schmucksektor

Eine Ursache für die vergleichsweise schwache Nachfrage lag im Schmucksektor. So sank der Bedarf an Goldschmuck gegenüber dem Vorjahresquartal um 29 Prozent auf 373 Tonnen. Im ersten Quartal 2015 waren es 525 Tonnen gewesen. Die Goldnachfrage der Hersteller lag bei 385 Tonnen und verringerte sich damit um 31,1 Prozent. In den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres hatte sich der Goldbedarf der Schmuckproduzenten auf 558 Tonnen belaufen.

Die Nachfrage der Industrie ging im ersten Quartal ebenfalls zurück – um 10,4 Prozent auf 84 Tonnen.=== Im gleichen Zeitraum 2015 hatte die industrielle Goldnachfrage bei 94 Tonnen gelegen.

 

Weniger Nachfrage von Zentralbanken und Privatanlegern

Auch die Zentralbanken und andere Institutionen kauften im vergangenen Quartal weniger Gold. Deren Nachfrage verringerte um 26,2 Prozent auf 92 Tonnen. Ein Jahr zuvor hatte der offizielle Sektor noch 124 Tonnen Gold erworben.

Zudem kauften die Kleinanleger im ersten Quartal dieses Jahres weniger Münzen und Barren; die Nachfrage sank um insgesamt elf Prozent auf 221 Tonnen. Dabei blieb das Interesse an Gold in Barrenform relativ stabil. Verglichen mit dem Vorjahresquartal sank die Barrennachfrage um 5,7 Prozent. Der Bedarf an Goldmünzen ging dagegen um 30,7 Prozent zurück.

 

Gestiegenes Recyclingangebot

Auf der Nachfrageseite war im ersten Quartal vor allem ein größeres Altgoldangebot zu verzeichnen. Dieses stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 9,3 Prozent auf 342 Tonnen. Im Zeitraum von Januar bis März 2015 hatte das Altgoldangebot 313 Tonnen betragen.

Die Goldminen förderten dagegen fast genauso viel wie im Vorjahr – die Fördermenge sank um 0,4 Prozent auf 733 Tonnen. Anfang 2015 hatten die Bergbaugesellschaften 736 Tonnen Gold produziert.

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