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Goldbesitz in Deutschland nimmt weiter zu

Stand: 09.10.2014

Heraeus Goldbarren 100 g

Die deutsche Bevölkerung hat ihren Goldbesitz in den vergangenen zwei Jahren weiter erhöht. Trotz gesunkener Preise stiegen die privaten Goldbestände hierzulande um 201 Tonnen und betragen nun insgesamt fast 8.200 Tonnen. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Edelmetall- und Technologiekonzerns Heraeus hervor, die in Zusammenarbeit mit dem Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin durchgeführt wurde.

Laut den Ergebnissen der Untersuchung besitzt jeder volljährige Deutsche durchschnittlich 121 Gramm physisches Gold. Dies sind 4 Gramm mehr im Vergleich zur Erhebung im Jahr 2012. Der private Goldbesitz der Deutschen entspricht einem Anteil von 4,7 Prozent an der weltweit geförderten Goldmenge.Allerdings sank dessen Wert aufgrund des Preisrückgangs in den vergangenen zwei Jahren deutlich. Während die privaten Goldbestände 2012 noch mit 393 Milliarden Euro beziffert wurden, liegt der Wert 2014 bei 288 Milliarden Euro. Damit hat Gold einen Anteil von 2,5 Prozent am Gesamtvermögen privater Haushalte in Deutschland.

 

Gold als Kapitalanlage weiter gefragt

Bei der Frage nach der Form des Goldbesitzes erfreuen sich klassische Anlageprodukte immer größerer Beliebtheit. So hat mittlerweile jeder dritte Bundesbürger Goldbarren oder -münzen in seinem Portfolio. Dies entspricht einem Zuwachs von 7 Prozent gegenüber 2012. Im direkten Vergleich bleiben Goldbarren wie schon in der vorhergehenden Studie die beliebteste Anlageform. So würden über die Hälfte der Befragten im Fall eines Goldkaufs Barren erwerben; Goldmünzen und goldbezogene Wertpapiere spielen eine geringere Rolle.

Im Allgemeinen ist das Interesse an Gold zu Anlagezwecken weiter gestiegen. Während in der vorhergehenden Studie 15 Prozent der Teilnehmer Anlagegold erworben hatten, stieg der Anteil in der aktuellen Studie auf 23 Prozent an. Zudem planen 65 Prozent der befragten Anleger, in Zukunft weitere Goldkäufe zu tätigen.

 

Große Zufriedenheit unter Goldanlegern

Zufrieden mit ihrer Anlageentscheidung sind 90 Prozent der Goldbesitzer. Diese haben sich anscheinend durch die Preisrückgänge der vergangenen Monate nicht verunsichern lassen und sehen Gold als langfristige Investition an. Fast drei Viertel aller Anleger planen, ihr Gold zu behalten, jeder Fünfte Befragte ist diesbezüglich unentschlossen. Das sind doppelt so viele wie im Jahr 2012. Doch trotz dieses Befundes hat sich laut Heraeus das Umfeld für physische Goldanlagen nicht besonders negativ verändert. So befindet sich die Anzahl der Teilnehmer, die ein Zerbrechen des Euros in der heutigen Form für möglich hält, in etwa auf dem Niveau von 2010. Für über 90 Prozent der Befragten, die in der Vergangenheit Gold zu Anlagezwecken erworben haben, war das Hauptargument der werterhaltende Charakter und ein eventuell zukünftig notwendiger Inflationsschutz.

 

Über die Studie

Die Studie „Goldinvestments 2014: Indikatoren, Motive, Einstellungen von Privatpersonen“ untersucht den aktuellen Goldbesitz und die Anlagemotive der deutschen Bevölkerung. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden mit vorherigen Erhebungen verglichen. Die Studie basiert auf einer Online-Befragung von 2.000 volljährigen Bundesbürgern im 2. Quartal 2014. Die Zusammensetzung des Panels erfolgte national und repräsentativ.

 

Quelle:

Heraeus Holding GmbH

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