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Gold-Fixing: Diskussion über mögliche Reform

Stand: 09.07.2014

Das Londoner Gold-Fixing soll vertrauenswürdiger werden

Das Bedürfnis nach einem vertrauenswürdigen Referenzpreis für Gold ist groß. Dies ist eine Erkenntnis aus der Diskussion über eine Reform des Londoner Gold-Fixings, die am Montag, den 07. Juli, in London stattfand. 34 Vertreter aus allen Bereichen des Goldmarktes nahmen an der Veranstaltung teil, die vom World Gold Council (WGC) organisiert wurde. Unter anderen repräsentierten die Teilnehmer Zentral- und Bullionbanken, Scheideanstalten, Gold-ETFs und industrielle Körperschaften.

 

Unter der Leitung von Aram Shishmaniam,=== Chief Executive Officer des WGC, diskutierten die Vertreter der Goldbranche die Anforderungen und gewünschten Eigenschaften eines reformierten Benchmark-Preises für Gold, entlang der Vor- und Nachteile alternativer Mechanismen zur Preisfestsetzung.

 

Laut dem WGC wurden folgende Punkte in der Diskussion deutlich:

  • die Notwendigkeit eines einzigen, vertrauenswürdigen Referenzpreises ist im Interesse von Millionen von Menschen, die rund um den Globus am Goldmarkt involviert sind;

  • die Forderung nach Kontinuität bei der Preisfindung, um Marktstörungen zu vermeiden;

  • die Bedeutung des Ausbaus der Beteiligung am Preisfindungsprozess, um das gesamte Spektrum der Markteilnehmer widerzuspiegeln;

  • die Bedeutung eines lokalen Londoner Preises, welcher sowohl die Tiefe des verfügbaren Liquiditätspools in London als auch die historische und derzeitige Rolle der Stadt als primäres Goldhandelszentrum widerspiegelt;

  • die Notwendigkeit einer lokalen und physischen Abwicklung;

  • den Bedarf eines transparenten Referenzpreises, der potentielle Reputationsrisiken für die Verwalter des Preisfindungsmechanismus mildert und

  • das Erfordernis, das Market Making von der Verwaltung des Referenzpreises zu trennen sowie alle Prinzipen der Internationalen Vereinigung der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO) zu erfüllen, inklusive der Forderung nach einer unabhängigen Aufsicht.

 

„Es gab starke Unterstützung für die WGC-Schlüsselprinzipen für eine Reform. Wir glauben, es sollte auf ausgeführten Trades und einem handelbaren Preis basieren, sehr transparente Eingangsdaten haben, aus einem tiefen und liquiden Markt berechnet werden und einen physisch lieferbaren Preis repräsentieren“, so Natalie Dempster, Managing Director des WGC.

 

Vor allem die Forderungen nach mehr Transparenz wurden in der jüngsten Vergangenheit verstärkt geäußert, nachdem das Londoner Gold-Fixing vor dem Hintergrund wiederholter Manipulationsvorwürfe in die Kritik geraten war.

 

Quelle:

kitco.com

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