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Globale Goldnachfrage im zweiten Quartal gesunken

Stand: 30.07.2015

Goldbarren von Heraeus, 250 GrammDie weltweite Nachfrage nach Gold hat im zweiten Quartal 2015 abgenommen. Wie aus aktuellen Zahlen von Thomson Reuters GFMS hervorgeht, belief sich die physische Nachfrage von April bis Juni auf 858 Tonnen. Gegenüber dem zweiten Quartal 2014 ging die Nachfrage um 14,2 Prozent zurück.

Der Goldverbrauch der Schmuckindustrie sank im vergangenen Quartal um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Produktion ging um sechs Prozent zurück. Die Investmentnachfrage nach Münzen und Barren fiel im Vergleich zum Vorjahresquartal um zwölf Prozent. Dies entspricht rund 63 Prozent des Spitzenwertes, der vor zwei Jahren erzielt worden war.

Die Zentralbanken blieben im zweiten Quartal dieses Jahres Nettokäufer; verglichen mit dem Vorjahreszeitraum fielen die Goldkäufe allerdings um 62 Prozent.

 

Zurückhaltende Goldnachfrage in Indien und China

Besonders China und Indien, die beiden größten Goldkonsumenten, fielen im vergangenen Quartal durch ihre Zurückhaltung auf. Zwar stieg der Schmuckverbrauch in Indien um 2,5 Prozent auf 158 Tonnen, die Bruttoeinfuhren fielen jedoch um zehn Prozent auf den niedrigsten Wert der letzten fünf Quartale.

In China fiel die Goldnachfrage der Kleinanleger um rund ein Viertel, die Schmucknachfrage ging im zweiten Quartal 2015 um 23 Prozent zurück. Chinesische Anleger hatten in den vergangenen Monaten vor allem in Aktienwerte investiert und zuletzt einen handfesten Börsencrash erlebt.

Bislang konnte der Kurssturz die chinesische Goldnachfrage nicht beleben, da viele Anleger Laut GFMS davor zurückschreckten, angesichts der volatilen Finanzmärkte in andere Anlageklassen zu wechseln.

 

Vorsichtiger Optimismus

Für das Jahr 2015 erwarten die Branchenexperten von GFMS eine Gesamtnachfrage von rund 4.000 Tonnen. Dies sei die schwächste Nachfrage seit 2010, aber immer noch 1.000 Tonnen höher als der jährliche Goldkonsum im Zeitraum von 2004 bis 2007.

Nach Schätzungen von GFMS könnte die Feinunze Gold im dritten Quartal dieses Jahres durchschnittlich 1.135 US-Dollar kosten. Für das vierte Quartal prognostizieren die Branchenexperten einen leichten Anstieg auf 1.175 US-Dollar je Feinunze.

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