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Globale Goldnachfrage im ersten Quartal 2015

Stand: 18.05.2015

Standard-Goldbarren, 400 UnzenDie globale Nachfrage nach Gold hat im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht abgenommen. Wie aus den aktuellen „Gold Demand Trends“ des World Gold Council (WGC) hervorgeht, belief sich die Nachfrage in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf 1.079,3 Tonnen. Gegenüber dem ersten Quartal 2014 entspricht dies einem Rückgang von einem Prozent. Damals hatte die Goldnachfrage 1.089,9 Tonnen betragen.

In US-Dollar sank der Wert der Goldnachfrage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent auf 42,3 Milliarden US-Dollar. Der Wert der nachgefragten Goldmenge im ersten Quartal 2014 hatte bei 45,3 Milliarden US-Dollar gelegen.

 

Investment- und institutionelle Nachfrage

Positiv entwickelte sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres die Goldnachfrage aus dem Investmentbereich. Diese stieg gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent auf 278,8 Tonnen. Für das erste Quartal 2014 hatte der WGC eine Investmentnachfrage von 268 Tonnen vermeldet.

 

Einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung leisteten die Exchange Traded Funds (ETFs). Zum ersten Mal seit 2012 verzeichneten die Gold-ETFs wieder leichte Zuflüsse in Höhe von 25,7 Tonnen. Für das erste Quartal 2014 waren dagegen noch Abflüsse von insgesamt 13,5 Tonnen vermeldet worden.

Deutlich geringer fiel im vergangenen Quartal die Nachfrage nach Goldbarren und -münzen aus. Diese ging um zehn Prozent auf 253,1 Tonnen zurück.  In den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres hatte sich die Nachfrage noch auf 281,5 Tonnen summiert.

 

Auf einem nahezu unveränderten Niveau blieb im ersten Quartal dieses Jahres dagegen die Goldnachfrage von Zentralbanken und anderen Institutionen. Diese belief sich auf 119,4 Tonnen; im ersten Quartal des Vorjahres hatte die institutionelle Nachfrage bei 119,8 Tonnen gelegen.

 

Rückläufige Nachfrage aus Schmuckbranche und Industrie

Die Nachfrage nach Goldschmuck nahm im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um drei Prozent ab. Insgesamt summierte sich der Bedarf auf 600,8 Tonnen; für das erste Quartal 2014 hatte der WGC eine Schmucknachfrage von 620,2 Tonnen vermeldet.

Die industrielle Nachfrage verzeichnete einen ähnlichen Rückgang. Der Goldbedarf fiel gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent auf 80,4 Tonnen. Im ersten Quartal 2014 hatte die Nachfrage aus der Industrie noch bei 81,9 Tonnen gelegen.

 

Goldangebot im ersten Quartal 2015

Von Januar bis März dieses Jahres belief sich das weltweite Goldangebot auf 1.089,2 Tonnen. Damit veränderte sich die Angebotsmenge gegenüber dem Vorjahreszeitraum kaum. Im ersten Quartal 2014 hatte das Goldangebot bei 1.093,3 Tonnen gelegen.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Produktionsmenge der Goldminen um ein Prozent auf 734,2 Tonnen. Von Januar bis März 2014 hatte sich der Ausstoß der Goldminen auf 725,8 Tonnen summiert. Das Angebot an recyceltem Gold ging im vergangenen Quartal hingegen um drei Prozent auf 355,1 Tonnen zurück. Für das erste Quartal 2014 hatte der WGC ein Recyclingangebot von 367,4 Tonnen vermeldet.

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