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GFMS Gold Survey 2015 veröffentlicht

Stand: 14.04.2015

Krügerrand 1 oz Der Goldpreis könnte 2015 eine ähnlich durchwachsene Bilanz abliefern wie in den beiden Jahren zuvor. In der am vergangenen Donnerstag von Thomson Reuters GFMS veröffentlichten „Gold Survey 2015“ prognostizieren die Analysten in diesem Jahr einen durchschnittlichen Goldpreis von 1.170 US-Dollar je Feinunze. Für 2016 erwarten die Edelmetall-Experten einen moderaten Anstieg auf 1.250 US-Dollar je Feinunze.

Die Autoren schätzen, dass die Goldkäufe in den asiatischen Märkten im kommenden Jahr wieder zunehmen werden. Die zuletzt gesunkene westliche Nachfrage im außerbörslichen Handel werde durch die institutionelle Investment-Nachfrage Asiens ausgeglichen.

Die Experten erwarten außerdem eine moderate Zunahme der Schmucknachfrage, während die Käufe von Barren und Münzen im Bereich der Kleinanleger wohl nicht mehr die Werte des Rekordjahres 2013 erreichen werden. Dennoch schätzen die Autoren der Studie die jährliche Nachfrage nach physischem Gold in Form von Münzen und Barren auf rund 1.000 Tonnen.

 

Entwicklung des Goldangebots

Die Goldstudie konstatiert außerdem, dass der Rückgang des Goldpreises in den vergangenen zwei Jahren Auswirkungen auf die Angebotsseite hatte. So sank das weltweite Altgoldangebot von 1.728 Tonnen in 2009 auf 1.125 Tonnen in 2014.

Gleichzeitig erhöhte die Minenindustrie ihre Fördermenge allein im Jahr 2014 um 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 3.133 Tonnen. 2013 hatten die Goldproduzenten noch 3.061 Tonnen gefördert. Deutlich geringer war der Goldausstoß im Jahr 2009; damals hatte die weltweite Fördermenge bei 2.612 Tonnen gelegen. Dem Bericht zufolge befinden sich die Minenbetreiber weiterhin in einer schwierigen Lage, da die aktuellen Goldpreise deutlich unter den All-In-Kosten für die Produktion des Edelmetalls liegen.

 

Entwicklung der Nachfrage

Die weltweite Goldnachfrage hat sich seit dem Rekordjahr 2013 hingegen wieder konsolidiert. Der Markt für Anlagebarren erlebte einen erwarteten Einbruch, nachdem sich das Anlageszenario für Gold abschwächte. Allerdings stabilisierte sich die Nachfrage auf einem deutlich höheren Niveau als vor der Finanzkrise. Während der Bedarf an Goldbarren 2007 bei 236 Tonnen lag, betrug die Nachfrage im vergangenen Jahr 829 Tonnen. Zwischenzeitlich war die Barrennachfrage im Jahr 2013 auf 1.394 Tonnen gestiegen.

Auch der Markt für Münzen verzeichnet eine sinkende Nachfrage. Diese lag 2014 bei 251 Tonnen; vor der Finanzkrise im Jahr 2007 hatte sich die Nachfrage nach Goldmünzen auf 200 Tonnen belaufen. 2013 hatten 380 Tonnen Gold in Form von Münzen den Besitzer gewechselt.

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