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Fairtrade-Siegel bald auch für Gold

Stand: 26.08.2015

Goldbarren und GoldgranalienDas Fairtrade-Siegel soll im diesjährigen Weihnachtsgeschäft erstmals auch fair gehandeltes Gold kennzeichnen. Der hinter Fairtrade Deutschland stehende Verein TransFair e. V. will Schmuck aus sogenanntem Fairtrade-Gold noch in diesem Jahr in die Juweliergeschäfte bringen. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin „Spiegel“.

 

„Wir wollen mit der Einführung des Siegels bessere Bedingungen für die Minenarbeiter und ihre Familien erreichen“, erklärte die Sprecherin von TransFair e. V., Claudia Brück, dem Spiegel. Laut des Vereins sind derzeit rund 100 Millionen Menschen direkt oder indirekt vom kleingewerblichen Bergbau abhängig. Die Arbeitsbedingungen seien gefährlich und Gemeinden, die vom Goldabbau lebten, fehle es häufig an grundlegender Infrastruktur.

 

Minenarbeiter erhalten garantierten Mindestpreis

Zukünftig soll das Fairtrade-Logo auf Schmuckstücken darauf hinweisen, dass das verarbeitete Gold verantwortungsvoll abgebaut wurde. Die Bergarbeiter erhalten einen garantierten Fairtrade-Mindestpreis, der bei 95 Prozent des LBMA-Goldpreises liegt. Darüber hinaus gibt es eine Fairtrade-Prämie von 2.000 US-Dollar pro Kilogramm Gold.

TransFair e. V. zufolge befinden sich die ersten kleingewerblichen Fairtrade-Produzenten in Peru und Kolumbien. Außerdem seien neue Projekte in Ostafrika derzeit in der Pilotphase.

 

Lizenznehmer stellen Fairtrade-Produkte her

In den Handel gelangt das Fairtrade-Gold über Lizenznehmer von Fairtrade Deutschland. Schmuckhersteller können durch eine Zertifizierung zum Lizenzpartner werden und das fair gehandelte Edelmetall bei zugelassenen Anbietern kaufen. Nach der obligatorischen Freigabe dürfen die Produkte dann offiziell mit dem Fairtrade-Siegel verkauft werden.

„Wenn heute ein großer Juwelier sagt, ich möchte umsteigen, könnten wir das Gold sehr schnell zur Verfügung stellen“, so Brück.

 

Viele „faire“ Alternativen im Goldhandel

Während sich die Initiative von Fairtrade Deutschland offenbar auf die Schmuckbranche beschränkt, gibt es auch im Bereich der Anlagebarren einige Hersteller mit ethisch und ökologisch unbedenklichen Produkten.

 

So verwenden die deutschen Unternehmen C.HAFNER sowie Heimerle + Meule für die Produktion ihrer Goldbarren generell kein Minengold (sogenanntes Primärgold). Stattdessen werden die Barren ausschließlich aus recyceltem Altgold produziert.

Das Schweizer Unternehmen Valcambi bietet unter dem Namen „Green Gold“ ebenfalls nachhaltig produzierte Anlagebarren an. Nach eigenen Angaben ist die Herkunft des verwendeten Edelmetalls vollständig dokumentiert und unabhängig geprüft worden. Valcambi zufolge stammen die Rohstoffe für die Green-Gold-Barren nur aus Minen mit den höchsten Standards bezüglich Umweltschutz, Gesundheit und Sicherheit.

 

Eine weitere Alternative für verantwortungsbewusste Anleger sind die hauseigenen Goldbarren von philoro. Laut des Edelmetallhändlers unterliegen diese höchsten ökologischen und sozialen Standards und garantieren dem Käufer ethisch korrekte Rahmenbedingungen, die überprüft und dokumentiert werden.

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