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EZB senkt Leitzinsen auf 0,25 Prozent

Stand: 11.11.2013

Mario Draghi - Präsident EZB
 wikipedia by World EconomicForum


Eine Senkung des Leitzinssatzes wurde zwar mehrheitlich erwartet, aber dass die Europäische Zentralbank (EZB), unter Führung des Präsidenten Mario Draghi, den Zinssatz um 0,25 Prozent auf 0,25 Prozent herabstufte, kam dann doch überraschend. Der neue Euro-Leitzins erreicht damit ein Rekordtief und eine weitere Herabstufung wird auch nicht ausgeschlossen. Mit Bekanntwerden der EZB Entscheidung, reagierte der Markt prompt.

 

Noch am selben Tag, also letzten Donnerstag um 14 Uhr, sackte der Euro um über ein Prozent gegenüber dem US-Dollar ab und datierte bei 1,33 USD. Für den Goldpreis in Euro bedeutete dies natürlich einen rasanten Anstieg und eine Feinunze Gold kostete=== ca. 15 Euro mehr als am vorigen Tage. Die positiven Zahlen zum Arbeitsmarkt der USA, die doch besser waren, als erwartet und der sich stärkende US-Dollar,  führten zu einem fallenden Goldpreis zum Ende der Woche. Die wichtige Marke von 1300 US-Dollar wurde unterschritten und Gold kostete 1288,36 US-Dollar, während sich der Euro  bei 1,33 US einpegelte.

Ein Faktor für die Entscheidung der EZB, den Leitzins zu senken, mag der zuletzt starke Euro gewesen sein.  Dieser erschwert die Exportbedingungen und kann sich zum Risiko, gerade für Reformländer  innerhalb der EU entwickeln, denn mit über 50 Prozent sind die Exporte in Europa an den US-Dollar gebunden. Ein weiterer Anhaltspunkt sind die Banken in den jeweiligen Reformländern. Der niedrige Zins soll verstärkt darauf abzielen, die Kreditvergabe zu erhöhen, um die Wirtschaft anzukurbeln und um eine Deflation zu verhindern. Wie EZB-Präsident Mario Draghi mitteilt, ist die Teuerungsrate in den 17 Ländern im Oktober auf  0,7 Prozent gesunken, aber das Ziel der EZB liegt knapp bei 2 Prozent.

Hierzulande sorgen sich derzeit Sparer, Banken und Versicherungen über die Auswirkungen des Niedrigzinses bei der Geldanlage. Die Zinsen für Spareinlagen auf dem Girokonto schrumpfen immer weiter. Wie das Hamburger Abendblatt mitteilt, liegen die Konditionen für Festgeld und Tagesgeld bereits unter 1,2 Prozent, also unter der Inflationsrate. Das bedeutet Kaufkraftverlust des Geldes und nach Berechnung der Postbank entspricht das einem Wertverlust von 14 Milliarden Euro umgerechnet auf alle Sparguthaben deutscher Banken. 

Für den Kaufkrafterhalt des angelegten Geldes, muss der Zins über der Inflationsrate liegen, da dies derzeit schwierig ist, wird empfohlen, das Kapital breit zu streuen. Das können z.B. Aktien, Anleihen, Festgeld, Immobilien u.a. sein, und natürlich eine Geldanlage in Edelmetalle. Mit einer Investition, beispielsweise Gold, dem beliebtesten Anlagemetall, werden keine Zinsen erwirtschaftet, aber das Geld ist sicher angelegt. Ein größerer Wertverlust ist nicht zu erwarten und ein Zugriff auf die Anlage ist jederzeit möglich. Damit sollte, gerade in Zeiten wie diesen, Gold in jedes Portfolio gehören.  

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