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Das Gold der Bundesbank - Rückführung nach Plan

Stand: 07.02.2014

Bundesbank in FrankfurtBy Torben CC-BY-SA-3.0 Wikimedia Commons

Bis 2020 sollen sukzessive 300 Tonnen Gold von New York und 374 Tonnen von Paris zurück in die Lager der Deutschen Bundesbank nach Frankfurt geholt werden, so sieht es das Konzept der Notenbank vor. Aus Gründen der Sicherheit wird der Transport jedoch schrittweise erfolgen.

 

Die Bundesbank weist nun Vorwürfe zurück, dass die planmäßige Rückführung ins Stocken geraten sei und zwar aus "rätselhaften Gründen". Dies und nachfolgendes geht aus einem aktuellen Bericht auf Yahoo!Nachrichten hervor. Hintergrund: Im Handelsblatt vom Donnerstag dieser Woche war zu lesen, dass die Deutsche Bundesbank bei der Überführung des Goldes nur langsam voran käme und frühere Pläne somit verworfen habe. Das Handelsblatt legt dieser Aussage=== eine Bundestagsanhörung vom Oktober 2012 zu Grunde, wonach schon bis 2015 ein Zehntel der Goldbarren, die in den USA lagern, nach Deutschland zurückzuholen sind. Wie eine Sprecherin der Bundesbank in Frankfurt mitteilt, war dies aber eine vorläufige Aussage, die im Januar 2013 durch den Beschluss des Bundesbank-Vorstandes aktualisiert wurde.

 

Seit 2012 und bis zum heutigen Tag wird heftig über die Sicherheit, des im Ausland gelagerten Goldes diskutiert. Durch den hohen Preis den die Goldbarren mittlerweile erreicht haben, forderte der Bundesrechnungshof eine regelmäßige Kontrolle (Stichproben), der im Ausland gelagerten Goldbestände. Kritiker sagen, dass niemand mehr genau wisse, ob die Goldbarren tatsächlich noch physisch vorhanden sind und es keinerlei Kontrolle mehr über das Edelmetall im Ausland gibt. Dies dementierte die Sprecherin der Bundesbank am Donnerstag  und betonte die Verlässlichkeit der Partner.

 

Kurz vor Weihnachten 2013 teilte Jens Weidmann, Bundesbank-Präsident mit, dass in selben Jahr insgesamt 37 Tonnen Bundesbankgold aus New York (5 Tonnen) und Paris (32 Tonnen) nach Frankfurt überführt wurden. Die geringe Menge wird durch eine große logistische Herausforderung und weitläufige Sicherheitsvorkehrungen begründet. Spekulationen gibt es allerdings darüber, warum die Goldbarren durch eine Sicherheitsfirma, die für den Transport per Flugzeug und LKW nach Frankfurt verantwortlich war, einen Teil der Goldbarren vorher eingeschmolzen hatte. Damit hat die Bundesbank neue Barren mit 2013er Nummern erhalten und nicht das Gold, was eigentlich laut Vertrag lediglich aufbewahrt werden sollte.

 

Das Gold der Bundesbank kann im Bedarfsfall schnell in Fremdwährungen umgetauscht werden. Das Golddepot in Frankreich verliert dadurch seine Notwendigkeit und soll bis zum Jahr 2020 komplett aufgelöst werden.

 

Deutschland liegt im internationalen Vergleich mit seinen Goldbeständen von 3396 Tonnen auf dem 2. Platz, hinter den USA mit 8134 Tonnen Gold. Die deutschen Goldreserven verteilen sich im Ausland, vor Beginn der Rückführung, wie folgt:

  • Federal Reserve Bank: 1536 Tonnen

  • Bank of England: 450 Tonnen

  • Banque de Paris: 374 Tonnen

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