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Cupriavidus metallidurans

Stand: 25.10.2013

Cupriavidus Necator
By Pontificia Universidad CC-BY-SA-
2.0 via Wikimedia Commons

Ein langer Name für so ein winziges Wesen. Es handelt sich nämlich hierbei um ein Bakterium, dass in seinem Inneren, geringe Mengen von Gold herstellen kann. Nicht weil es reich werden will, sondern aus reinem Selbstschutz. Wie das? Moment.

 

Zunächst führen wir noch den australischen Wissenschaftler Frank Reith ein. Er und seine Kollegen sind von der Universität Adelaide und entdeckten diese Bakterien vor einigen Jahren auf Goldkörnchen in Australien. Zwischen den beiden Fundorten New South Wales und noch einer anderen Stelle im Norden von Queensland, liegen ca. 3500 km. Das Forscherteam, von Natur aus neugierig, nahm in anschließenden Experimenten, die Bakterien auf den Goldklümpchen genauer unter=== die Lupe, oder besser Mikroskop.

Und siehe da: Die Bakterien leben nicht auf den kleinen Goldnuggets, sondern produzieren sie. Biologischer Goldanbau. Warum? Um sich vor toxischen Goldverbindungen zu schützen, leitet die Bakterie einen Entgiftungsprozess ein, der in ihrem Mikroorganismus Nanopartikel aus reinem Gold bildet. Diese Partikel werden nun schichtweise über viele und sehr viele Jahre hinweg auf Goldkörnchen abgelagert, welche damit Potenzial haben, mal ein großer Goldklumpen zu werden.

In einem Forschungsbericht, illustriert mit Bildern, berichtet Reith über diese Entdeckung. Veröffentlicht im „Preccedings oft the National Academy of Sciences“ im Jahre 2009.  Die beiden gefundenen Goldkörnchen, wiesen eine Größe von 2,5 Millimetern auf. In 80 Prozent davon wurde DNS nachgewiesen, die von ca. 30 verschiedenen Bakterienarten stammten. Diese Bakterien waren aber an den Fundorten im Boden nicht gefunden worden, sondern waren ausschließlich auf den Goldkörnchen zu finden. Einfach ausgedrückt, wird von dem Mikroorganismus das gelöste Gold aufgenommen und über die Zelloberfläche in fester Form wieder ausgeschieden.

Cupriavidus metallidurans sind somit zum einem Goldproduzenten und zum anderen auch eine Unterstützung beim Aufspüren von Gold. Da die Bakterien sich nur in Böden aufhalten, wo auch Goldvorkommen existiert, könnte man eine Art Biosensor entwickeln, so Reith.

Momentan wäre aber eine Investition in bakterielle Goldproduktion nicht rentabel, denn neben einem goldhaltigen Boden, benötigt man auch für eine erste Goldgewinnung sehr viel Zeit. Wertvolle Zeit. Denn Zeit kann auch mal wertvoller sein als Gold. Und das ist gut so.

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