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Chinesische Zentralbank kauft weiter Gold

Stand: 18.08.2015

Standard-Goldbarren 400 ozDie People’s Bank of China (PBOC) hat ihre Goldreserven im Juli dieses Jahres um weitere 610.000 Unzen (ca. 19 Tonnen) erhöht. Wie das Nachrichtenportal Bloomberg berichtet, stiegen die chinesischen Goldbestände im vergangenen Monat um 1,1 Prozent von 53,32 Millionen Unzen auf 53,93 Millionen Unzen (1.677,4 Tonnen).

Im vergangenen Juli hatte die PBOC erstmals seit sechs Jahren wieder ihre offiziellen Goldreserven veröffentlicht. Diese waren den chinesischen Währungshütern zufolge um 57 Prozent auf 53,32 Millionen Unzen gestiegen (1.658 Tonnen). Im Jahr 2009 waren die Edelmetallreserven Chinas von der Zentralbank auf 1.054 Tonnen beziffert worden.

 

Währungsreserven sollen transparenter werden

Die neue Informationsflut bezüglich der chinesischen Goldbestände ist hauptsächlich den Vorgaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) geschuldet. Um in den Währungskorb des IWF aufgenommen zu werden, will China die Transparenz seiner Währungsreserven erhöhen. Hierzu sollen die Devisenreserven, inkl. des gehaltenen Goldes, ab sofort monatlich aktualisiert werden.

Der IWF selbst erklärte, dass noch einiges an Arbeit nötig sei, bevor über den Reservestatus des Renminbi entschieden werden könne.

 

China ändert sein Wechselkursregime

Einen weiteren Schritt, der vom IWF gefordert wurde, unternahm die PBOC in der vergangenen Woche. Die chinesische Zentralbank lockerte die Wechselkursfestlegung des Renminbi. Der Referenzkurs der chinesischen Volkswährung zum US-Dollar wird nun börsentäglich neu fixiert, wobei der Schlusskurs des Vortages als entscheidender Wert gilt. Dabei unterliegt der Kurs einer Schwankungsbreite von zwei Prozent nach oben und unten.

Bislang hatten die chinesischen Währungshüter einen festen Referenzkurs zum US-Dollar bestimmt, der Abweichungen um maximal zwei Prozent in beide Richtungen zuließ. Analysten sprechen davon, dass der Wechselkurs des Renminbi damit praktisch freigegeben wurde. Das neue System erlaubt Bewegungen von bis zu zehn Prozent innerhalb einer Woche

 

Renminbi wertet deutlich ab                                                                     

Allerdings löste die Reform des Wechselkurssystems in der vergangenen Woche eine deutliche Abwärtsbewegung des Renminbi aus. Die Währung verlor drei Tage in Folge gegenüber dem US-Dollar an Wert. Daraufhin gingen die Aktienkurse weltweit vorübergehend auf Talfahrt, auch der Begriff Währungskrieg fiel in diesem Zusammenhang.

Der IWF begrüßte unterdessen den Schritt der PBOC. Die Änderungen verschafften der Volksrepublik beinahe ein frei schwankendes Wechselkurssystem, so der IWF-Vertreter für China, Markus Rodlauer.

Für die chinesische Wirtschaft hat die Abwertung des Renminbi einen angenehmen Nebeneffekt: Exporte nach China werden teurer und chinesische Produkte auf dem Weltmarkt billiger.

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