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China verfügt über zweitgrößte Goldvorkommen

Stand: 16.06.2014

Die hohe Goldförderung Chinas könnte anhalten

Mit mehr als 420 Tonnen war China im vergangenen Jahr der größte Goldproduzent der Welt. Nun wurde bekannt, dass das Land gleichzeitig auch über die zweitgrößten Goldvorkommen der Erde verfügt. Laut Mineweb hat das Büro für Rohstoffe des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie bekanntgegeben, dass die durch geologische Erkundungen entdeckten Reserven des gelben Edelmetalls schneller zunehmen als die Abbaurate Chinas. Allein in den vergangenen drei Jahren seien die bekannten Goldvorkommen des Landes stark gestiegen.

 

Aktuell schätzen die Verantwortlichen die noch im Boden lagernde Menge Gold auf 8.200 Tonnen (263,6 Millionen Unzen). Nur Südafrika verfügt mit 31.000 Tonnen (knapp 1 Milliarde Unzen) über größere Goldvorkommen. Allerdings sind die gesamten Ressourcen nicht mit den wirtschaftlich abbaubaren gleichzusetzen.=== Dies wird am Beispiel Südafrikas deutlich, wo die vorherrschenden Gehalte sowie die Tiefe, in der die Goldvorkommen lagern,  einen kommerziellen Abbau auf Basis des derzeitigen Goldpreises verhindern. Dennoch steigt mit der Erkundung der chinesischen Vorkommen die Wahrscheinlichkeit, dass das Land das aktuelle Produktionsniveau halten oder sogar noch ausbauen könnte.

 

Aktuell fördert die Volksrepublik China rund 65 Prozent mehr Gold als der zweitgrößte Goldproduzent Australien und fast 140 Prozent mehr als Südafrika, welches in der Vergangenheit jahrzehntelang die globale Goldproduktion dominierte. Mit der zentralisierten Planwirtschaft und den staatlich kontrollierten Goldminenbetreibern in China muss beim Abbau der Goldressourcen nicht so sehr auf die Rentabilität geachtet werden, wie es bei Unternehmen der Fall ist, die sich im Besitz von Aktionären befinden. Man kann so annehmen, dass die chinesischen Minenbetreiber die Goldförderung an den Wünschen der Regierung ausrichten – auch wenn einige Firmen zum Teil über Kapitalbeteiligungen verfügen.

 

Zudem wird darüber spekuliert, ob die Volksrepublik China ihre nationalen Goldreserven ausbaut, dies aber erst an den Internationalen Währungsfonds meldet, wenn dies politisch opportun erscheint. Laut Mineweb wäre es nicht verwunderlich, wenn China mittlerweile über die zweitgrößten Goldreserven vor der Bundesrepublik Deutschland verfügen würde. Die Deutsche Bundesbank hält derzeit rund 3.387 Tonnen Gold. Auch wenn die Vormachtstellung der USA in diesem Feld wohl noch nicht in Gefahr ist, könnte China mittel- bis langfristig darauf abzielen, die Goldreserven der USA zu übertreffen.

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