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37 Tonnen Gold gehen zurück an die Bundesbank

Stand: 02.01.2014

Bundesbank in FrankfurtDontworry CC-BY-SA-3.0 via Wikimedia Commons

Im Januar 2013 erklärte die Bundesbank, dass bis 2020 rund die Hälfte der deutschen Goldreserven auch in Deutschland lagern soll, denn derzeit liegen über 2000 Tonnen des Bundesbank-Goldes bei ausländischen Banken in Verwahrung. Kurz vor Weihnachten teilte Jens Weidmann, Bundesbank-Präsident der BILD-Zeitung mit, dass in  diesem Jahr insgesamt 37 Tonnen Bundesbankgold aus New York und Paris nach Frankfurt überführt wurden und die schrittweise Rückholaktion damit gestartet ist. 

 

Ausgangspunkt für die Repatriierung war die Empfehlung des Bundesrechnungshofes, die eine regelmäßige Überprüfung der im Ausland gelagerten Goldbestände vorsah. Weidmann sprach weiter von einer großen logistischen Herausforderung,=== die aber reibungslos ablief. Die 37 Tonnen sind nur ein Anfang und die Menge des zurückgeholten Goldes wird sich in den nächsten Jahren erhöhen, so der Bundesbank-Präsident weiter. Interessant ist seine Aussage, dass eine Sicherheitsfirma, die für den Transport per Flugzeug und LKW nach Frankfurt verantwortlich war, einen Teil der Goldbarren vorher einschmelzen ließ.

 

Das wirft natürlich Fragen auf und ruft Kritiker auf den Plan. Schon viele Jahre wird vermutet, dass gerade das Bundesbank-Gold, das bei der Fed gelagert wird, nicht mehr physisch vorhanden ist. Ordnungsgemäße Inventuren oder Überprüfungen der Goldbarren waren bisher nie möglich, nur eine Begehung der Tresorräume wurde genehmigt. Nun wurden die Goldbarren also eingeschmolzen und die Bundesbank erhielt neue Barren mit 2013er Nummern. Das bestätigt den Verdacht, dass offenbar mit dem Bundesbank-Gold gehandelt wurde und die Fed sich nicht daran gehalten hat, das Gold lediglich zu verwahren. Diese intransparente Vorgehensweise führt natürlich zu Spekulationen. Wurde das deutsche Gold entliehen, eventuell sogar mehrfach und im schlimmsten Fall sogar, um damit den Goldpreis zu manipulieren? Da die Goldbarren durch das Umschmelzen unwiderruflich zerstört sind, wird es niemals eine Antwort auf diese Fragen geben. Bundesbank-Präsident Jörg Weidmann stellt jedoch klar, dass es sich hierbei um ein neues Konzept der Lagerung handelt, dass auch in den künftigen Transporten seine Berücksichtigung finden wird.

 

Mit seinen Goldbeständen, ca. 3396 Tonnen, liegt Deutschland im internationalen Vergleich derzeit auf dem 2. Platz, hinter den USA mit ca. 8134 Tonnen Gold. Die deutschen Goldreserven verteilen sich im Ausland, vor Beginn der Rückholaktion, wie folgt:

 

  • Federal Reserve Bank: 1536 Tonnen

  • Bank of England: 450 Tonnen

  • Banque de Paris: 374 Tonnen

 


Quellen:

http://www.bild.de/geld/wirtschaft/bundesbank/holt-deutsches-gold-zurueck-33977522.bild.html

http://www.goldreporter.de/bundesbank-will-50-prozent-des-deutschen-goldes-heimholen/goldmuenzen/29494/

http://www.goldreporter.de/bundesbank-hat-37-tonnen-gold-nach-hause-geholt/hot-links/38371/

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/12/27/raetsel-um-deutsches-gold-was-haben-die-amerikaner-geliefert/

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