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300 Tonnen Gold landeten 2014 im Abfall

Stand: 21.04.2015

Entsorgte Handys

Gold gilt allgemein als unvergänglich und durch Recycling beliebig oft wiederverwendbar. Dennoch landeten im vergangenen Jahr 300 Tonnen des gelben Edelmetalls auf dem Müll. Dies entspricht elf Prozent der globalen Goldproduktion des Jahres 2013.

Das Gold war in Elektro- und Elektronikgeräten verbaut, die nicht zum Recycling gegeben, sondern einfach als Abfall weggeworfen wurden. Auf diese Weise landeten 2014 außerdem weltweit insgesamt 1.000 Tonnen Silber sowie 100 Tonnen Palladium auf dem Müll.

 

Menge an Elektroschrott steigt weiter an

Die Zahlen stammen aus der Studie „The global e-waste monitor – 2014“, die kürzlich von der United Nations University veröffentlicht wurde. Demnach fielen im vergangenen Jahr 41,8 Millionen Tonnen Elektroschrott an. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Küchen- und Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Mikrowellen und Geschirrspüler.

Dagegen machten Handys, Smartphones, Computer, Drucker und kleinere Artikel wie Taschenrechner nur sieben Prozent des gesamten Elektroschrotts aus. Die Autoren der Studie schätzen, dass die Menge der weggeworfenen Elektro- und Elektronikartikel bis 2018 um 21 Prozent auf 50 Millionen Tonnen steigt.

 

USA und China produzieren meisten Elektroschrott

Den meisten Elektroschrott produzierten im Jahr 2014 China und die USA. Während im bevölkerungsreichsten Land der Erde 6 Millionen Tonnen E-Abfall anfielen, kamen die Vereinigten Staaten auf 7,1 Millionen Tonnen. Insgesamt lag die Menge an Elektroschrott in Asien bei 16 Millionen Tonnen und in Nordamerika bei 7,9 Millionen Tonnen.

Das höchste Pro-Kopf-Aufkommen von Elektroschrott entfiel im vergangenen Jahr aber auf europäische Länder. Mit 28,3 Kilogramm pro Einwohner führt Norwegen die Liste an. Auf Platz zwei und drei folgen die Schweiz mit 26,3 Kilogramm und Island mit einer Menge von 26 Kilogramm pro Einwohner.

 

Gold in Handys

Die Studie zum Elektromüll offenbart den großen Nachholbedarf beim Recycling von Elektro- und Elektronikgeräten. Dabei enthalten diese neben gefährlichen Schwermetallen wie Blei und Quecksilber auch wertvolle Industrie- und Edelmetalle. Ein einzelnes Handy bzw. Smartphone enthält z. B. ca. 0,17 Gramm Silber, 0,025 Gramm Gold und 0,008 Gramm Palladium.

Diese Mengen sind für sich genommen zwar gering, allerdings enthalten bereits 40 Handys dieselbe Menge Gold wie eine Tonne Golderz. Würden Handys in Deutschland zu 100 Prozent recycelt, so könnten mit diesem Gold 40 Prozent der Gold-Importe der deutschen Schmuckindustrie gedeckt werden.

 

Bildquelle: MikroLogika via Wikimedia Commons

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