Palladiumchart

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Palladiumchart – Die historische Entwicklung

Erst im Jahr 1803 wurde mit der Entdeckung von Palladium durch William Hyde Wollaston auch der Palladiumpreis begründet. Eher zufällig, als Platin in Königswasser gelöst wurde, blieb unbekanntes Material übrig, Palladium. Im selben Jahr noch wurde es zum 4. Edelmetall benannt, elementar eingeordnet und mit 480 Schilling pro Feinunze bewertet. Mit zunehmenden Bekanntheitsgrad der Eigenschaften des Edelmetalls, sowie dessen Nutzungsmöglichkeiten in Verbindung mit den begrenzten Ressourcen, wurde der Palladiumpreis schlagartig in die Höhe getrieben. Schade, dass es zu dieser Zeit noch kein Palladiumchart gab, sonst hätte man eine erste Kurvendiskussion einleiten können. Bis 1980 war Palladium das teuerste Edelmetall, mit einem Wert, der 20 mal höher lag als Gold. In den Jahren danach passte sich die Kurve im Palladiumchart im mehr, dem des Platins an. Mit der Entdeckung neuer Palladiumvorkommen in Südafrika, die ähnlich hoch, wie die Platinressourcen waren, begann der Palladiumpreis ab 1919 zu fallen und halbierte sich bis 1923. Da sich die Abbaumenge doch nicht in der Menge so verhielt, wie angenommen, bildete der Palladiumpreis bis 1945 ein Drittel von Platin ab. Nach dem 2. Weltkrieg nahm die Verwendung in der Elektronikbranche wieder zu. Aber, als die Sowjetunion riesige Fördermengen auf den Markt brachte, das Angebot damit erhöhte, wurde das ehemals teuerste Platinmetall nach hundert Jahren, zum billigsten. Zwischen den 70er und 80er Jahren erlebte die Finanzwelt größte Verunsicherungen, begründet durch Ölkrise, US-Staatsverschuldungen, Geldmengenerweiterung, schwache Konjunktur und anderen Faktoren, dadurch erhöhten sich die Investitionen in Sachwerte und der Palladiumchart zeigte den 9fachen Preis an. Im weiteren Verlauf zeigte sich der Palladimwert mit starken Kursschwankungen, woran sich bis heute nichts geändert hat.

 

Der Palladiumchart als Spiegel der Wirtschaft

Marktrelevante Daten, wie Angebot und Nachfrage nach Palladium sind sehr unterschiedlich und bestimmen den Palladiumpreis und somit den Palladiumchart. In diesem noch relativ jungen Finanzmarkt sind die Preisentwicklungen sehr schwankend innerhalb kurzer Zeiträume (volatil). Da Palladium in US-Dollar gehandelt wird, ist auch die Entwicklung des Dollarkurses einflussnehmend auf den aktuellen Palladiumpreis. Auf dem Palladiummarkt gibt es deutlich weniger Angebot und Nachfrage, hinsichtlich der physischen Anlage oder bei Zertifikaten, als beispielsweise bei den anderen Edelmetallen, wie Gold, Silber oder Platin. Diese geringe Liquidität führt zu höheren Handelsspannen beim Münzhandel und an der Rohstoffbörse. Das ist für eine kurzfristige Investition eher negativ, nur langfristig bietet sich ein Vorteil, der darin besteht, dass es weniger Spekulanten auf dem Markt gibt, die den Palladiumpreis beeinflussen können. Dennoch zeigt der Palladiumchart bestimmte Veränderung sofort an. Weil, in diesem kleinen Markt, wirkt sich eine größere Kapitalbewegung in Form von Kauf oder Verkauf, sprunghaft auf die Preiskurve aus. Ein weiterer preisbestimmender Faktor ist neben den Anlegern, die Industrienachfrage. Der Palladiumchart entwickelt sich damit auch konjunkturabhängig. Palladium ist ein Industriemetall und wird in der Katalysatortechnik, in der Schmuckindustrie, Medizintechnik, Elektroindustrie und vielen anderen Bereichen verwendet und nachgefragt. Ergo, auch die aktuelle Wirtschaftslage spiegelt sich im Palladiumchart wider.

 

Ein Blick auf die Letzten Jahre im Palladiumchart

Zu einem größeren Kurvenausschlag im Palladiumchart kam es zu Anfang des 21. Jahrhunderts. Die Automobilbranche, einer der größten Wirtschaftsfaktoren verkündete, in den Fahrzeugkatalysatoren für die Abgasreinigung, Palladium zu verwenden. Versorgungsängste lösten Panikkäufe aus und der Palladiumchart bildet den Preis am 26. Januar 2001 bei 1090 US-Dollar pro Feinunze ab, ein Allzeithoch. Mit diesem Preis konnte die Autoindustrie natürlich ihre Pläne nicht gewinnbringend verwirklichen, da Palladium nun viel zu teuer war. Andere Metalle wurden gesucht und gefunden. Und damit macht sich die Kurve im Palladiumchart wieder auf den Weg, diesmal nach unten, denn alle bis dahin angesammelten Palladiumvorräte wurden wieder verkauft und der Preis fiel bis 17. April 2003 auf 145 US-Dollar. Nach einer kurzzeitigen Erholung, erreichte der Palladiumwert mit der Finanzkrise 2007 seinen Tiefststand von 161 US-Dollar. Seither ist der Kurs sehr sprunghaft und nicht berechenbar. Den Palladiumchart können Sie sich auf Goldpreis.de anschauen und mit vergleichen. Mehrere Filtervariationen stehen zur Verfügung, bzgl. Währung und Zeitraum. Palladium bietet aber dem modernen Anleger Perspektiven. Eine breite Streuung des Vermögens ist empfohlen um mehrere Möglichkeiten zu haben, auf den Markt zu reagieren, zudem ist der aktuelle Palladiumpreis günstig, anders ausgedrückt: er weist Potenzial für eine Steigerung auf. Da die Finanzkrise längst nicht ausgestanden ist und die Papierwährungen immer mehr an Wert verlieren, ist die Investition in Sachwerte eine Möglichkeit, sein Vermögen vor Verlust zu schützen. Neben Gold, Silber und Platin, bietet sich die Möglichkeit mit dem Kauf von Palladiumbarren, Palladiummünzen oder Zertifikaten, das eigene Portfolio zu erweitern.