US-Leitzins: Goldmarkt zeigt sich unbeeindruckt

Goldbarren C.HAFNER 100 GrammÜber ein Jahr lang hatten Investoren und Analysten diskutiert, spekuliert und gewartet; Mitte Dezember vergangenen Jahres war es dann soweit: Die US-Notenbank Fed verkündete die erste Zinserhöhung nach fast zehn Jahren. Diese Maßnahme hat allerdings nur symbolischen Charakter. Die Fed will mit dem Zinsschritt zeigen, dass man die Krise und deren wirtschaftliche Folgen im Griff hat und langsam zur geldpolitischen Normalität zurückkehren kann.

Die Auswirkungen der US-amerikanischen Geldpolitik auf den Goldmarkt waren im Vorfeld der Zinswende immer wieder Diskussionsthema. In ihrem aktuellen Marktbericht gehen die Experten des Edelmetallkonzerns C.HAFNER näher auf die Folgen der Leitzinserhöhung für den Goldpreis ein.

 

Zinserhöhung war bereits eingepreist

Laut der klassischen Lehrmeinung verringern steigende Zinsen die Inflationsgefahr. Für das gelbe Edelmetall, den Inflationsschutz Nummer eins, bedeutet dies fallende Kurse. C.HAFNER zufolge stimmen Theorie und Praxis in diesem Fall aber nicht überein. Gut einen Monat nach der Zinserhöhung sei der Goldpreis um fast zwei Euro pro Gramm gestiegen.

Dies liege zum einen daran, dass der Zinsschritt bereits eingepreist worden sei. Zum anderen habe der Markt nun endlich Gewissheit, nach anderthalb Jahren warten auf die Entscheidung der US-Notenbank.

 

Starke Zinsanstiege unwahrscheinlich

Im Hinblick auf die Frage nach der weiteren Entwicklung der Leitzinsen sehen die Autoren des Marktberichts keinen Trend zu deutlichen Zinsanhebungen in den USA und Europa. Vollständig ausschließen könne man den Anstieg der Leitzinsen auf Vorkrisenniveau. Dazu seien die Staaten, Länder und Kommunen zu stark verschuldet.

 

Den vollständigen Marktbericht „Focus Edelmetall“ finden Sie hier.