Goldbesitz in Deutschland steigt auf 8.700 Tonnen

Krügerrand-Goldmünze 1 UnzeGold bleibt in Deutschland eine gefragte Anlageklasse. Laut einer Studie des Edelmetallhändlers ReiseBank ist der Goldbesitz der Deutschen gegenüber dem Jahr 2014 um 500 Tonnen auf 8.700 Tonnen gestiegen. Damit ist der Goldschatz aller deutschen Privathaushalte 2,5-mal so groß wie die Goldreserven der Bundesbank (3.381 Tonnen).

Der größte Teil davon liegt in Form von Münzen und Barren in den Schließfächern und Tresoren. Dieser Anteil stieg im Vergleich zu 2014 um 300 Tonnen auf 4.700 Tonnen. Gleichzeitig kauften die Deutschen 165 Tonnen Gold in Form von Schmuck, sodass sich 4.000 Tonnen Goldschmuck in privatem Besitz befinden. Insgesamt 27 Prozent der Befragten gaben an, in den vergangenen beiden Jahren Gold gekauft zu haben. Dabei investierten sie einen Durchschnittsbetrag von 4.197 Euro.

 

Zahl der Goldbesitzer steigt

Gegenüber vorherigen Untersuchungen stieg die Anzahl der volljährigen Personen, die physisches Gold besitzen auf 37,8 Prozent. Dies entspricht 25,7 Millionen Bundesbürgern. Im Durchschnitt besitzt jeder Deutsche über 18 Jahren 58 Gramm Goldschmuck, 69 Gramm Gold in Münz- oder Barrenform sowie 636 Euro in goldbezogenen Wertpapieren.

In Bayern und Baden-Württemberg besitzen Privatpersonen durchschnittlich 85 Gramm Anlagegold, die Westdeutschen kommen auf 74 Gramm. Jeder Norddeutsche besitzt im Schnitt 66 Gramm Gold und das Schlusslicht bilden die neuen Bundesländer mit 45 Gramm pro Person.

 

Werterhalt und Inflationsschutz wichtigste Gründe

Die wichtigsten Gründe für den Kauf von Gold sind der Werterhalt und der Inflationsschutz. 95 Prozent der Käufer stimmen einer Safe-Haven-Funktion von Gold ganz oder teilweise zu. 90 Prozent sehen Kurssteigerungspotenziale. 78 Prozent der befragten Goldkäufer wollen auch weiterhin welches erwerben, 26 Prozent sogar in nächster Zukunft. Dabei kaufen die Deutschen Gold am liebsten bei ihrer Bank oder bei einem Edelmetallhändler. 62 Prozent der Befragten bevorzugen diesen Weg. Rund ein Viertel kauft inzwischen nur noch über das Internet.

Die Zufriedenheit mit der Goldanlage stieg gegenüber 2014 von 88 auf 93 Prozent. Am zufriedensten zeigten sich Personen mit einem hohen Anlagevermögen. Ist die Wertabsicherung die Hauptmotivation, geben 80 Prozent der Befragten an, ihr Gold behalten zu wollen. 2014 waren dies 71 Prozent.

 

Über die Studie

Durchgeführt wurde die Studie „Goldinvestments 2016: Indikatoren, Motive, Einstellungen von Privatpersonen“ vom CFin Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin im Auftrag der ReiseBank. Sie erscheint zum fünften Mal. Für die Studie befragte das Institut 2.000 volljährige Bundesbürger.