Gold verkaufen

Lesen Sie nachfolgend Informationen zu den Fragen:Krügerrand gestapelt

 

 

Wer sein Geld in Gold anlegt, muss sich früher oder später mit der Frage auseinandersetzen, wie er es am besten wieder verkauft. Gold zu verkaufen gehört ebenso zu einer soliden Investmentstrategie wie der Edelmetallkauf. Ob aufgrund eines finanziellen Engpasses oder weil Gold als Bestandteil der eigenen Altersvorsorge erworben wurde – die Verkaufsgründe können vielfältig sein.

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die geerbtes Gold verkaufen möchten, da ihnen z. B. der persönliche Bezug zu dem Schmuckstück oder der Münzsammlung fehlt. Auch Zahngold oder Bruchgold kann jederzeit zu Geld gemacht werden; in vielen Fällen lohnt sich bereits der Verkauf kleinerer Mengen.

 

Gold verkaufen: Was muss ich beachten?

 

Es gibt viele gute Gründe, Gold zu verkaufen. Dabei gilt es einige Dinge zu beachten, besonders im Hinblick auf die verschiedenen Arten bzw. Formen von Gold. Die meisten Fachhändler und Ankaufsstellen akzeptieren Münzen und Barren, Goldschmuck, Bruchgold (z. B. kaputte Ketten), Zahngold und zum Teil auch Elektroschrott.

Allerdings kaufen nicht alle Händler jede Art von Gold an. So gibt es beispielsweise Edelmetall- und Münzhändler, die ausschließlich die Münzen und Barren ankaufen, die sie selbst im Sortiment führen. Speziellere goldhaltige Gegenstände wie Elektronikschrott (Handys, Computer-Hardware) und andere Goldabfälle müssen meist direkt zu einer Scheideanstalt gebracht werden. Dabei kann es sein, dass der Verkäufer eine Mindestankaufmenge erreichen muss (z. B. 100 Kilogramm Elektroschrott).

 

Folgende Faktoren spielen beim Verkauf von Gold eine Rolle:

  • Feingehalt des Stückes

  • Gewicht des Stückes abzüglich unedler Anteile (Fremdmetalle, Verunreinigungen, Steine)

  • Aktueller Goldpreis (Börsenpreis)

  • Abschlag des Händlers auf den Börsenpreis (Handelsspanne)

 

Generell gilt beim Verkauf von Gold: Preise und Konditionen vergleichen! Jede Anlaufstelle legt ihre Ankaufspreise selbst fest. Diese orientieren sich in der Regel am aktuellen Goldpreis und basieren auf dem reinen Goldgehalt. Natürlich erhält der private Verkäufer nicht den vollen Goldpreis bzw. Metallwert. Der Ankäufer nimmt einen Abschlag auf den aktuellen Goldpreis vor, u. a. für Recycling und die Weiterverarbeitung des Edelmetalls.

Derzeit gibt es keine „Edelmetall- oder Goldsteuer“ für private Verkäufer. Vorsichtig sollten Anleger allerdings sein, wenn sie ihr Gold innerhalb eines Jahres (Spekulationsfrist) wieder verkaufen möchten und dabei einen Gewinn erzielen (siehe: private Veräußerungsgeschäfte im Sinne des § 23 EStG). Ist dies der Fall, so unterliegt der daraus erzielte Gewinn dem Grenzsteuersatz.

 

Wichtige Fachbegriffe beim Gold verkaufen

 

Das Feingewicht und der Feingehalt des jeweiligen Gegenstandes sind die wichtigsten Bestimmungsgrößen für den Wert von Gold. Ankäufer bewerten Stücke ausschließlich danach, wie viel Gramm Gold sie enthalten. Andere Bestandteile wie Kupfer oder Edelsteine werden nicht berücksichtigt und ggf. sogar sofort entfernt (z. B. ein Brillant in einem Ring).

 

Feingewicht

Das reine Edelmetallgewicht eines Gegenstandes bezeichnet man als Feingewicht. Dieses bezieht sich immer auf das dominierende Edelmetall – z. B. Gold. Enthält eine Münze oder ein Schmuckstück neben Gold auch einen Anteil Silber, so wird dieser nicht zum Gewicht des Goldes hinzugerechnet. Die Gesamtmasse des Gegenstandes, inklusive aller Restbestandteile wie Kupfer, wird Raugewicht genannt.

An der Börse und im außerbörslichen Handel (OTC-Handel) wird der Goldpreis für eine Feinunze (31,1034768 g) festgelegt. An diesem Gewicht orientieren sich auch die Ankaufspreise – ausgehend von einer Feinunze Gold werden sie auf die entsprechende Grammzahl heruntergerechnet (z. B. ein Gramm Feingold).

Vreneli Goldmünze 20 Franken

 

Feingehalt und Karat

Um herauszufinden, wie viel Gold ein Schmuckstück oder eine Münze enthält, ist der sogenannte Feingehalt entscheidend. Als Feingehalt bezeichnet man den Masseanteil des dominierenden Edelmetalls in einem metallischen Gegenstand. Bei Münzen und Barren heißt der Feingehalt auch Feinheit.

Der Feingehalt wird standardmäßig in Promille angegeben, also in Tausendsteln des Gesamtgewichts. Der höchste, im normalen Handel übliche Feingehalt beträgt 999,9/1000. Noch höhere Reinheitsgrade sind theoretisch möglich, erfordern jedoch einen enormen Aufwand.

 

Eine andere Maßeinheit für die Reinheit von Gold ist das Karat. (Abkürzung kt oder C). Das Karat teilt die Reinheit des Goldes in 24 Teile ein. Somit enthält einkarätiges Gold 1/24 Gewichtsanteil Gold (= 4,167 Prozent). Reines Gold, auch Feingold genannt, enthält 24/24 Gewichtsanteile Gold. Allerdings ist es technisch unmöglich, alle Verunreinigungen vollständig zu entfernen. Deshalb entspricht 24-karätiges Gold in der Regel einer Reinheit von 99,9 Prozent. 

 

KaratFeinheit in Tsd.Feinheit in Prozent
24 999/1000 99,90 %
22 916,6/1000 91,66 %
21,6 900/1000 90,00 %
20 833/1000 83,30 %
18 750/1000 75,00 %
14,04 585/1000 58,50 %
8 333/1000 33,30 %

 

Hinweise zum Verkauf von Münzen, Barren und Schmuck

 

Kangaroo Goldmünze 1 oz

Wer Gold in Form von Münzen, Barren oder Schmuck verkaufen möchte, kann meist relativ leicht herausfinden, wie viel Edelmetall das jeweilige Stück enthält. Bei Goldmünzen und -barren sind das Feingewicht und die Feinheit i. d. R. aufgeprägt.

Gerade bei Goldmünzen kann es aber sein, dass Faktoren wie deren Erhaltung (Zustand der Münze), das Prägejahr sowie die Auflagenhöhe den Wert der Münze steigern – Stichwort Sammlerwert. Eine echte Rarität in einer ganz normalen Münzsammlung ist zwar äußerst selten, dennoch sollten Sie gerade bei Erbstücken ein wenig Zeit investieren. Manchmal lohnt es sich, mehr über die Münze(n) herauszufinden. Vielleicht erhalten Sie bei der richtigen Anlaufstelle sogar etwas mehr als den reinen Metallwert. Im klassischen Goldankauf ist dies aber meistens nicht der Fall, da die Münzen später eingeschmolzen werden.

 

Bei Goldschmuck können Sie den Feingoldanteil im Stempel ablesen. Der Goldstempel besteht aus einer dreistelligen Zahl, die den Feingehalt in Promille angibt. Die Angabe in Karat ist in Deutschland unzulässig. Zusätzlich können Hersteller auch eine sogenannte Meisterpunze hinzufügen, eine Art Signatur.

In anderen Ländern ist es durchaus üblich, den Feingehalt in Karat anzugeben. Dieser wird jedoch weltweit fast ausschließlich mit dem Buchstaben "K" abgekürzt. Das Kürzel "CT" ist dagegen unüblich, es ist nur auf echtgoldenen Uhrgehäusen zu sehen. Ebenso unüblich sind Feingehaltsangaben mit einem Komma, also z. B. 0,750 statt 750. Auch diese Art der Kennzeichnung kommt nur in Uhrenpunzen vor. Tragen dagegen Schmuckstücke solche Stempel, könnte es sich um Fälschungen handeln.

 

Wo kann ich mein Gold verkaufen?


Gold verkaufen können Sie an Edelmetall- und Münzhändler, Banken, Juweliere und Goldschmiede, Scheideanstalten, Pfandleih- und Auktionshäuser sowie Privatpersonen. Bei einem hohen Goldpreis haben plötzlich sehr viele ein Interesse daran, Gold anzukaufen. Deshalb sollte man zwingend Preise vergleichen. Holen Sie immer mehrere Angebote ein und verkaufen Sie Ihr Gold nicht gleich beim ersten Händler.

Im Internet und im TV werben einige Goldankäufer, die viel versprechen, aber oft nur weniges davon halten können. Häufig findet man einen Goldankäufer, dessen Internetauftritt schon gar nicht mehr aktiv ist. Fakt ist: Nicht alle Goldankäufer sind seriös und oft erhalten Sie nicht einmal die Hälfte des Goldpreises. Eine gesunde Skepsis und ein Vergleich mit anderen Anlaufstellen sind immer empfehlenswert.

 

Edelmetallhändler:

Die meisten bieten neben dem Verkauf von Barren und Münzen auch deren Ankauf an. Kompetente Ansprechpartner können bereits häufig vor Ort eine Wertbestimmung vornehmen, auch bei speziellen Münzen, die einen gewissen Sammlerwert versprechen. Alternativ wird das Gold gegen Quittung einbehalten oder es wird eine Abholung per Post angeboten. Wenn Sie den Fachhändler vor Ort aufsuchen, vergessen Sie den Ausweis nicht, damit sichert sich der Ankäufer bzgl. seiner Quelle ab.

 

Scheideanstalt:

Hier können Sie wirklich Gold in jeglicher Form verkaufen: Münzen und Barren, Zahngold, Alt- und Bruchgold. Das Edelmetall wird ganz pragmatisch nach Goldanteil bewertet und dann eingeschmolzen.

 

Banken: 

Oftmals ist hier ein Konto bei der Bank notwendig, zudem bieten auch immer weniger Banken diesen Service an und die Bearbeitung der Anfrage dauert mindestens eine Woche. Gekauft werden von den Banken auch nur die gängigen Goldbarren (Umicore, Degussa, Heraeus) und Goldmünzen (z. B. Krügerrand, Maple Leaf, American Eagle)

 

Juweliere:

Mit Schmuckstücken sind Sie hier natürlich richtig, aber viele Juweliere bieten auch den Ankauf von Zahngold, Goldmünzen oder Goldbarren an.

 

Goldankauf:

Dies wird von Einzelpersonen oder kleinen Unternehmen, vor Ort oder über das Internet, angeboten. Hier ist Vorsicht geboten und das Angebot sollte genau geprüft werden. Vor Ort ist es hilfreich, sich von dem Ankäufer den aktuellen Goldpreis nennen zu lassen, den Sie natürlich kennen. So wissen Sie schon, ob Sie jemand vor sich haben, der sich aktuell im Thema befindet.

 

 

Welche Rolle spielt der aktuelle Goldpreis?

 

Wer Gold verkaufen möchte, sollte den aktuellen Goldpreis kennen. Was sich anhört wie eine Binsenweisheit, ist tatsächlich ein wichtiger Aspekt beim Goldverkauf. Nur so können Sie bereits vor dem Gang zu Händlern und Ankäufern den Wert des eigenen Edelmetalls richtig einschätzen. Natürlich erhalten Sie nicht den vollen Goldpreis für Ihre Münzen oder Schmuckstücke; sollte das Angebot jedoch deutlich vom aktuellen Metallwert abweichen, ist Skepsis geboten. In diesem Fall hilft, wie bereits erwähnt, ein Preisvergleich weiter.

 

Aktueller Goldkurs

Fragen Sie ruhig nach, auf welcher Basis der Ankäufer den Wert des Goldes berechnet. Seriöse Anlaufstellen können Ihnen den Preis für verschiedene Feingehalte (333er bis 999er Gold) nennen und wiegen das Gold in Ihrem Beisein.

Den aktuellen Goldpreis finden Sie im Internet auf Webseiten von Banken, Fachhändlern sowie Finanz- und Preisvergleichsportalen wie GoldPreis.de. Unser Portal zeigt Ihnen den Goldkurs sogar in verschiedenen Währungen an, z. B. in Schweizer Franken oder Britisches Pfund. Darüber hinaus zeigt GoldPreis.de den aktuellen Preis für 1 Gramm sowie 1 Kilogramm Gold an.