Gold kaufen - Gründe für den Goldkauf

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Ob Lehman-Pleite oder Eurokrise – der Aspekt des Vermögensschutzes hat in den vergangenen Jahren eine völlig neue Bedeutung erhalten. Erst als klar wurde, wie fragil das weltweite Finanzsystem ist, erinnerten sich viele Menschen an eine Währung, die in unsicheren Zeiten stets Sicherheit und Stabilität versprach: Gold. Gold zu kaufen bedeutet in erster Linie Vermögensschutz. Das Edelmetall dient seit Jahrtausenden als weltweit akzeptiertes Tauschmittel und wird nicht zu Unrecht als älteste Währung der Welt bezeichnet.

Auch heute noch raten viele Finanz- und Börsenexperten Gold zu kaufen, um sich damit gegen mögliche Risiken abzusichern. Idealerweise sollten Anleger 10 bis 20 Prozent ihres Vermögens in Edelmetalle anlegen. Wichtig ist dabei vor allem ein Aspekt: Gold sollte stets in physischer Form – als Münze oder Barren – gekauft werden. Nur so profitieren Goldbesitzer von den werterhaltenden Eigenschaften des gelben Edelmetalls und können es im Notfall schnell in jede beliebige Währung umtauschen.

 

Fünf Gründe, Gold zu kaufen

Der wohl bekannteste Grund für Gold ist der Schutz des eigenen Vermögens. Ein kurzer Blick in die Geschichte macht deutlich, warum viele Menschen im Zweifelsfall Gold mehr Vertrauen schenken als den ungedeckten Papierwährungen. Das gelbe Edelmetall ist selten und nicht beliebig vermehrbar. Seit seiner Entdeckung wurden weltweit rund 170.000 Tonnen Gold abgebaut. Zum Vergleich: Das Land Hessen verbrauchte im Winter 2012/2013 die gleiche Menge an Streusalz.

Noch bevor es die ersten Münzen gab, nutzte man Gold schon als Tauschmittel im täglichen Handel. Um 600 v. Chr. ließ der lydische König Kroisos die ersten Münzen prägen. Sie bestanden aus einer natürlichen Gold-Silber-Legierung (Elektron). Bis ins 20. Jahrhundert war Gold fester Bestandteil vieler Währungen – die letzten deutschen Umlaufmünzen aus Gold waren die 10- und 20-Mark-Stücke des Deutschen Kaiserreichs.

 

20-Mark-Goldmünze Deutsches Kaiserreich

Seit dem Ende der goldgedeckten Mark zu Beginn des Ersten Weltkriegs haben die Deutschen mehrere Währungsreformen erlebt und mussten sogar den totalen Wertverfall ihres Geldes mit ansehen. Die deutsche Geschichte hat somit gezeigt, dass alle Papierwährungen irgendwann zu ihrem inneren Wert zurückkehren: Null. Wer dagegen den Wert eines goldenen 20-Mark-Stücks aus der Kaiserzeit recherchiert, wird feststellen, dass diese Form des Geldes seinen Besitzer bislang nicht enttäuscht hat. 

 

 

 

Neben diesen historischen Aspekten gibt es noch weitere Gründe, Gold zu kaufen. Diese vier weiteren Argumente sprechen für das gelbe Edelmetall:

 

  • Kein Ausfallrisiko

Wer Gold kauft, erwirbt einen Sachwert ohne Gegenparteirisiko. Hinter dem eigenen Edelmetall steht kein Unternehmen oder Land, das pleitegehen kann. Zwar werfen Anleihen und Aktien Zinsen bzw. Dividenden ab, dafür muss der Anleger aber dem ausgebenden Unternehmen oder Staat vertrauen. Geht die Firma Pleite oder kommt es gar zu einem Staatsbankrott, ist das Geld in der Regel verloren. Wer sein gesamtes Vermögen in Anleihen und/oder Aktien investiert hat, muss mit diesem Risiko leben. Gold hingegen ist purer Besitz – es ist unabhängig von Zahlungsversprechen Dritter.


  • Versicherung gegen Zentralbankpolitik

Im November 2014 gab es einen Aufschrei unter Sparern. Erstmals hatte eine Bank – die Deutsche Skatbank – einen Negativzins von 0,25 Prozent auf Guthaben von mehr als 500.000 Euro erhoben. Diese Maßnahme des Kreditinstitutes steht symbolisch für die Enteignung der Sparer durch die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die negativen Realzinsen gefährden private Sparguthaben und klassische Anlageformen wie Lebensversicherungen und Bausparverträge.

Und die EZB steht mit ihrer lockeren Geldpolitik nicht alleine da: Im Jahr 2015 verfolgen auch die Bank of Japan und die US-Notenbank Fed eine Politik des lockeren Geldes – letztere hat ihr Anleihekaufprogramm (Quantitative Easing) zwar im vierten Quartal 2014 beendet, der Leitzins liegt jedoch noch immer auf einem Rekordtief zwischen 0 und 0,25 Prozent.

 

Anders als die Papiergeldmenge kann Gold nicht beliebig vermehrt werden. Der weltweite Goldbestand erhöht sich nur durch die Minenproduktion, die 2014 bei rund 3.133 Tonnen lag. Da die Goldvorkommen endlich sind, wird auch die verfügbare Goldmenge in absehbarer Zeit ihr Maximum erreicht haben. Dies macht das gelbe Edelmetall zu einem idealen Wertspeicher.

 

  • „Notgroschen“ außerhalb des Finanzsystems

Wer physisches Gold kauft, erwirbt eine Liquiditätsreserve, die außerhalb des Finanzsystems, z. B. im eigenen Tresor, aufbewahrt werden kann. Bis zu einem Betrag von 14.999 Euro dürfen Anleger in Deutschland Gold völlig anonym kaufen. Die eigenen Münzen und Barren sind in keinem Depot- oder Kontoauszug aufgeführt und somit vor staatlichem Zugriff geschützt. Wer dagegen physisch hinterlegte Wertpapiere wie Gold-ETFs oder -ETCs hält, genießt diesen Vorteil nicht.

Diese Besonderheit macht physisches Gold zu einem idealen Notgroschen. Die Barren und Münzen können jederzeit wieder verkauft oder im Krisenfall als Tauschmittel genutzt werden. Voraussetzung dafür ist, dass der Anleger jederzeit problemlos Zugriff auf sein Edelmetall hat. 

 

  • Anleger bleiben mit Gold mobilCombibar Valcambi 10 x 1/10 oz

Sachwerte wie Immobilien, Kunstgegenstände oder Oldtimer sind in Niedrigzinsphasen interessante Alternativen zu Aktien oder Anleihen. Auch sie können das Vermögen bis zu einem gewissen Grad schützen. Allerdings machen diese Objekte ihren Besitzer auch unflexibel. Nicht immer ist es einfach, Immobilien sofort zu verkaufen. Bei speziellen Sachwerten wie Oldtimern oder Gemälden kann es noch schwieriger sein. Es muss erst ein Interessent gefunden werden, der bereit ist, einen entsprechenden Preis zu zahlen. Zudem gestaltet sich der Transport von Kunstgegenständen, Antiquitäten oder Fahrzeugen in der Regel schwierig – z. B. aufgrund der Größe bzw. Empfindlichkeit eines Gegenstandes.

 

Auch hier kann Gold wieder seine Stärken ausspielen. Das Edelmetall hat eine hohe Wertdichte – 1 Kilogramm Gold hat einen Wert von ca. 33.000 Euro (Stand: Oktober 2015) und passt in eine Zigarettenschachtel. In dieser Form können Anleger ihr Vermögen leicht von A nach B transportieren. Außerdem wird Gold überall auf der Welt gehandelt. Besonders Barren von LBMA-zertifizierten Herstellern oder bekannte Münzen wie der Krügerrand werden von Banken und Edelmetallhändlern auf der ganzen Welt akzeptiert.

 

Gold bietet nur Sicherheit, wenn man es hat

All die Vorzüge von Gold nützen allerdings nichts, wenn es kein Gold mehr zu kaufen gibt. Das kann dann der Fall sein, wenn Anleger zu spät reagieren und erst kaufen, wenn der Krisenfall bereits eingetreten ist. Erfahrungsgemäß suchen in Krisenzeiten besonders viele Menschen Zuflucht im sicheren Hafen Gold. Eine unerwartet hohe Nachfrage kann schnell zu Lieferengpässen führen. Beispiele für eine sprunghaft gestiegene Nachfrage nach Goldmünzen und -barren liefern die Zypern-Krise in den Jahren 2012 und 2013 sowie die griechische Schuldenkrise, die im Sommer 2015 einen erneuten Höhepunkt erreichte. 

 

Sovereign 1 Pfund Goldmünze

 Beide Fälle haben eine Gemeinsamkeit: Nicht nur in Griechenland und Zypern kauften die Menschen Gold, um ihr Erspartes zu sichern; auch in anderen Ländern lösten diese Krisen ein  Bedürfnis nach Sicherheit aus. So sorgte die Bankenrettung in Zypern beispielsweise für einen Anstieg der Goldnachfrage in Großbritannien. Händler auf der Insel verdoppelten ihren Goldmünzen-Absatz während der Zypern-Krise zum Teil.

 

Die zuvor genannten Argumente verdeutlichen, dass Gold ein idealer Wertspeicher und eine echte Krisenwährung ist. Allerdings sollten Anleger und Sparer rechtzeitig mit dem Goldkauf beginnen, damit das Edelmetall jederzeit verfügbar ist. Gold sollte als Versicherung gesehen werden, die man nicht erst abschließt, wenn das Worst-Case-Szenario bereits eingetreten ist.

 

Wo Gold kaufen?

Wer sich dazu entschieden hat, Gold zu kaufen muss als Nächstes überlegen, wo er das Edelmetall am besten erwirbt.


  • Banken

Eine beliebte Anlaufstelle sind Banken und Sparkassen. Viele Geldinstitute verkaufen Münzen und Barren aus Gold und Silber. Allerdings gehört der Handel mit Edelmetallen nicht zum Kerngeschäft einer Bank. Aus diesem Grund trifft man selten auf geschultes Fachpersonal und eine große Produktauswahl (Ausnahmen bestätigen die Regel). Zudem haben die Filialen meist kein Gold vorrätig, sondern müssen es erst bestellen. Üblicherweise müssen Anleger, die Gold kaufen wollen, auch ein Konto bei der entsprechenden Bank besitzen.

 

  • Edelmetallhändler

Eine weitere Möglichkeit zum Goldkauf bieten Edelmetall- und Münzhändler. Anders als bei Banken gehört der An- und Verkauf von Edelmetallen zu Anlagezwecken hier zum Kerngeschäft. In der Regel ist auch die Auswahl an Münzen und Barren deutlich umfangreicher und größere Bestellmengen sind kein Problem. Zudem sind die Preise meist günstiger als bei Banken und werden in kurzen Zeitabständen auf Basis des Spotpreises (aktueller Goldpreis) aktualisiert.

Verschiedene Goldmünzen und -barren

Darüber hinaus bieten Fachhändler ihren Kunden üblicherweise auch sogenannte Tafelgeschäfte an. Darunter versteht man den anonymen Kauf von Gold und anderen Edelmetallen, ohne dass der Käufer persönliche Daten preisgibt. In Deutschland ist dies bis zu einem Betrag von 14.999 Euro möglich. Einige Händler bieten diesen Service allerdings nur nach vorheriger Absprache an. Anleger müssen dann vorab einen Termin vereinbaren.

 

  • Fach- und Versandhändler im Internet

Auch im Internet kann man Gold kaufen. Mittlerweile betreiben viele Edelmetall- und Münzhändler neben ihren Ladengeschäften eigene Onlineshops. Darüber hinaus gibt es auch einige reine Versandhändler. Die Vorteile des Onlinekaufs liegen auf der Hand: Anleger haben eine wesentlich größere Auswahl und können die Preise miteinander vergleichen. Außerdem bieten die Onlineshops einen schnellen Überblick über das Angebot und die Lieferzeiten des jeweiligen Händlers.

Der Kauf über das Internet hat aber auch Nachteile. Standardmäßig versenden die meisten Händler ihre Anlageprodukte nur gegen Vorkasse. Zudem kann die Qualität und Vollständigkeit der Bestellung erst bei Erhalt der Ware, also mit zeitlicher Verzögerung, geprüft werden. Auf dem Versandweg kann es zu Problemen kommen, für die der Händler nicht verantwortlich ist. Dies kann allerdings vermieden werden, indem der Käufer seine Ware vor Ort abholt. Viele Händler bieten diesen Service an, bei dem der Kunde im Onlineshop bestellt und anschließend einen Termin zur Übergabe des Goldes vereinbart.

 

  • Weitere Anlaufstellen im Internet

Neben spezialisierten Fach- und Versandhändlern gibt es natürlich noch weitere Möglichkeiten, im Internet Gold zu kaufen. Eine beliebte Anlaufstelle sind Auktionsportale wie eBay. Dort gibt es sowohl Angebote von gewerblichen Händlern als auch von Privatpersonen. Das Angebot ist sehr groß und dadurch leider auch sehr unübersichtlich. Immer wieder tummeln sich unter den Anbietern Personen, die bewusst oder unbewusst Fälschungen bekannter Anlagemünzen und -barren verkaufen. Außerdem werden manchmal Produkte mit missverständlichen Bezeichnungen wie „gr.“ („Grain“, eine englische Gewichtseinheit. 1 gr. = ca. 64,8 mg) verwendet. Dabei besteht die Gefahr, dass Käufer die gr.-Angabe mit der Abkürzung für Gramm verwechseln und so einen winzigen, überteuerten Goldbarren kaufen.

Auch der Privatkauf in Kleinanzeigenmärkten oder thematisch einschlägigen Foren ist im Internet möglich. Hier besteht ebenfalls stets das Risiko eines jeden Privat- bzw. Gebrauchtkaufs: vermeintliche Betrüger oder Probleme mit der Qualität der Münzen bzw. Barren. Allerdings besteht auch die Chance, auf nette und fachkundige Menschen zu treffen, mit denen man sich bei Übergabe der Ware noch ein wenig austauschen kann.

 

Generell sollten Anleger sehr kritisch gegenüber Angeboten im Internet sein. Im Zweifelsfall verhindert die sorgfältige Prüfung und Recherche Enttäuschungen. Telefonische Rückfragen oder das Beharren auf persönliche Abholung der Ware und Zahlung vor Ort sind keineswegs altmodisch oder unflexibel, sondern dienen nur dem eigenen Schutz.

 

  • Vorsicht vor "Autobahngold"

Es ist generell davon abzuraten, Gold im Urlaub oder an Autobahnraststätten zu kaufen. Ein bekannter Trickbetrug ist der vermeintlich spontane Notverkauf von Goldbarren oder Schmuck an solchen Orten.

Dabei erzählt der Trickbetrüger eine mitleiderregende Geschichte (z. B. Autopanne und kein Bargeld für die Reparatur) und bietet dem Opfer dann ein angebliches Familienerbstück oder einen Goldbarren an, den er immer oder zufällig bei sich trägt. Der Betrüger will dem Opfer dieses Stück dann für sehr wenig Geld, Stichwort Verlustgeschäft, überlassen, um so die Reparatur zahlen zu können. Evtl. gibt er das Gold auch nur als Pfand ab und verspricht, das Geld zurückzuzahlen. Erst hinterher stellt sich heraus, dass es sich bei dem Schmuckstück oder Barren um eine Fälschung handelt. Meistens wird auch die obligatorische Punzierung auf dem Ring oder der Kette gefälscht. Diese bietet in solchen Fällen keine Sicherheit, dass es sich um echtes Gold handelt.

 

Solche Tricks mit sogenanntem „Autobahngold“ sind immer noch sehr beliebt – sowohl in Deutschland als auch im europäischen Ausland. Aus diesem Grund sollte man kein Gold an ungewöhnlichen Orten kaufen und misstrauisch werden, wenn Personen Gold unter Wert anbieten (d. h. unter dem aktuellen Goldpreis).

 

Gold kaufen - Wichtige Tipps für Einsteiger

 

Goldbarren oder Goldmünzen:

Ein Stapel Goldbarren

Eine breite Streuung der Geldanlage ist wichtig, auch innerhalb einer Anlageklasse wie Gold. Optimal ist es, Goldbarren und Goldmünzen zu erwerben. Versuchen Sie möglichst viel Gold für ihr Geld zu bekommen. Wenn Sie viel Gold kaufen möchten, dann empfehlen sich Goldbarren. Wenn Sie kleinere Beträge in Gold anlegen möchten, dann sind Goldmünzen eine gute Entscheidung. Mit Klassikern wie Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker machen Sie keinen Fehler. Es handelt sich um international bekannte Anlagemünzen und sie können diese einfach handeln – über Münzfachgeschäfte, Banken oder privat. Die Klassiker sind in verschiedenen Gewichten erhältlich und eignen sich aus diesem Grund hervorragend für den schrittweisen Aufbau einer Kapitalanlage.

 

Silber nicht vergessen:

Wie oben bereits erwähnt, sollte das Vermögen möglichst breit gestreut werden. Mit Silber im Portfolio können Sie immer flexibel und schnell reagieren und müssen nicht gleich den großen Goldbarren verkaufen, wenn Sie Bargeld benötigen. Auf Wiener Philharmoniker Silber 1 ozSilbermünzen als Zahlungsmittel können Sie beispielsweise im Notfall immer zurückgreifen, um den täglichen Bedarf an notwendigen Gütern abzudecken. Außerdem ist Silber ist ein stark nachgefragtes Industriemetall und Bestandteil zukunftsfähiger Technologien (z. B. Photovoltaik). Im aktuellen Silberpreis steckt noch viel Potenzial nach oben.

 

Anlagegold kaufen – geprüftes Gold kaufen:

Wenn Sie Gold zu Anlagezwecken kaufen, achten Sie darauf, Anlagemünzen zu kaufen (Krügerrand, Maple Leaf u.a.). Bei limitierten Sonderprägungen und historischen Raritäten ist oft ein höherer Aufpreis zu zahlen, den Sie wahrscheinlich bei einem Wiederverkauf in einer schweren Krise nicht zurückerhalten. Wenn Sie Barrengold kaufen, sollten Sie dies nur von LBMA-zertifizierten Herstellern tun, z. B. Umicore, Heraeus oder Valcambi. Dies garantiert Ihnen internationale Akzeptanz bei einem eventuell notwendigen Wiederverkauf.

 

Wie viel Gold kaufen?

Experten geben einen Anteil von 10 bis 20 Prozent am Gesamtvermögen an, das in Edelmetalle investiert werden sollte. Wenn Sie Gold kaufen, achten Sie darauf, sich dafür nicht zu verschulden. Der Betrag sollte langfristig zur Verfügung stehen. Denn beim Goldkauf geht es nicht um Spekulation und den schnellen Gewinn, sondern um Vermögenssicherung. Daher sollten Sie sich auch von kurzfristigen Kursschwankungen nicht irritieren lassen. Sie können den Durchschnittspreis Ihrer physischen Goldinvestitionen stabil halten, wenn Sie regelmäßig Gold kaufen. So gleichen Sie bei fallenden Kursen höhere Kaufpreise aus früheren Käufen immer wieder aus.

 

Wo Gold kaufen?

Natürlich bei einem Fachhändler. Eine Liste mit Edelmetallhändlern finden Sie hier. Kaufen Sie kein Gold bei kleineren An- und Verkaufsläden, die ein vermeintliches Schnäppchen anbieten. Hier wird oftmals nicht der korrekte Goldpreis zugrunde gelegt. Gold kaufen bei einer Bank kann ebenfalls schwierig sein. Sie benötigen zumeist ein vorhandenes Bankkonto, der Goldkauf bleibt also nicht anonym und zum anderen ist nicht jede Bank mit Gold und entsprechend geschultem Personal ausgestattet. Auf GoldPreis.de können Sie über unsere Umkreissuche nach Edelmetallhändlern in Ihrer Nähe suchen. Entscheiden Sie selbst, ob Sie ihr Gold über das Internet oder in einem Ladengeschäft direkt vor Ort kaufen wollen.

 

Umfassender Preisvergleich:

Die Angebote unterscheiden sich zum Teil deutlich. Es gibt Händler, die ihre Preise in regelmäßigen Abständen dem aktuellen Goldpreis anpassen, es gibt aber auch Edelmetallhändler, die ihre Preise länger stehen lassen. Beide Angebote können für einen besseren Preis stehen. Wenn Sie in den reinen Metallwert von Gold investieren möchten, stellen Sie immer den Goldpreis dem Feingewicht (1 Feinunze = 31,10 g) gegenüber. Versuchen Sie, so viel Edelmetall wie möglich für den Preis zu erhalten.

 

Gold kaufen - Mehrwertsteuer

 

Wenn Sie Gold in Form von Münzen und Barren kaufen, dann sind diese in Deutschland mehrwertsteuerfrei. Zuvor galt die normale Steuerregelung für Anlagegold. Erst im Zuge der Gründung der Europäischen Gemeinschaft wurde eine besondere Steuerregelung für Gold zu Anlagezwecken geschaffen. Eingeführt wurde die Steuerbefreiung für Anlagegold, um Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Mitgliedsstaaten zu vermeiden und die Konkurrenzfähigkeit des gemeinschaftlichen Goldmarktes zu verbessern.

Allerdings müssen hierfür bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Mehrwertsteuerfreie Goldmünzen müssen zu mindestens 90 Prozent aus Gold bestehen, nach dem Jahr 1800 geprägt worden sein und in ihrem Ursprungsland als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt sein oder gewesen sein.

 

Bei einem Preisaufschlag von mehr als 80 Prozent auf den Goldkurs gilt eine Mehrwertsteuer von 19 Prozent. Bei einem Aufschlag von mehr als 150 Prozent gilt wiederum ein ermäßigter Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent, da es sich dann ausschließlich um Sammlermünzen handelt.

Um Sicherheit zu schaffen, wird jedes Jahr für die Goldmünzen, welche die o. g. Voraussetzungen erfüllen, ein Verzeichnis erstellt und im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.

 

Aktueller Goldkurs

Goldpreis / Goldkurs und der Kauf von Gold

 

Der Goldpreis, der in Charts notiert und ständig aktualisiert wird, heißt Spotpreis. Für den physischen Goldkauf bildet der Spotpreis, auch Kassakurs genannt, die relevante Orientierungsgröße. Dieser Wert notiert in US-Dollar und steht für den Preis einer Feinunze Gold (31,10 g). Spotgeschäfte zeichnen sich durch eine gegenseitige Erfüllungsfrist innerhalb von maximal zwei Börsentagen aus. Geschäfte, die über diese Frist hinausreichen, werden dem Terminmarkt zugerechnet.

 

Der Spotpreis wird nicht an einer einzelnen Börse oder von einem offiziellen elektronischen Tradingsystem ermittelt. Er ist vielmehr ein Durchschnittswert, der sich aus verschiedenen Werten zusammensetzt: dem Kurs, zu dem der letzte Handel vollzogen wurde, dem günstigsten aktuellen Preis für eine Feinunze Gold und dem Höchstgebot, das gerade für diese vorliegt. Diese Daten werden bei jedem Handelsvorgang an den weltweiten Börsen elektronisch übermittelt.

 

Der Preis von Münzen und Barren aus Gold wird immer auf Basis des Spotpreises berechnet. Auf den aktuellen Goldpreis wird ein Aufgeld erhoben, das sich aus den Kosten für Produktion und Vertrieb zusammensetzt. Natürlich muss auch der Edelmetallhändler etwas daran verdienen und so entsteht ein Preis, der einige Prozent über dem Spotpreis liegt.

Krügerrand 1 oz

 Dabei gilt die Faustregel, je größer ein Barren oder eine Münze ist, desto geringer ist das Aufgeld. Auch die Auflagen- bzw. Prägezahlen eines Anlageproduktes entscheiden darüber, wie hoch der Aufschlag auf den Spotpreis ist. Die geringsten Aufgelder zahlt man für klassische Anlageprodukte ab 1 Unze aufwärts. Besonders günstig wird es bei Goldbarren mit einem Gewicht zwischen 100 Gramm und 1 Kilogramm. Hier kann das Aufgeld durchaus bei unter 1 Prozent liegen.