Silber: HSBC erwartet 2015 Angebotsdefizit

Gegossener Silberbarren

Die Balance zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Silbermarkt könnte sich 2015 deutlich verschieben. Dies berichtet das Portal Bulliondesk unter Berufung auf einen Report der britischen Großbank HSBC. Deren Analysten rechnen im kommenden Jahr mit einem Angebotsdefizit in Höhe von elf Millionen Unzen Silber. Für das laufende Jahr gehen die Experten hingegen davon aus, dass der Angebotsüberschuss auf dem Silbermarkt insgesamt drei Millionen Unzen betragen wird.

 

Die Ursachen für das sinkende Silberangebot liegen laut HSBC hauptsächlich in einer verringerten Minenproduktion sowie einem geringeren Altsilberangebot. Angesichts des Defizits auf dem Silbermarkt sollten weitere Rückgänge des Silberpreises nur noch begrenzt möglich sein. Dennoch halten die Analysten der Bank an ihren bisherigen Aussagen fest und prognostizieren für das kommende Jahr einen Durchschnittspreis von 17,65 US-Dollar je Feinunze. Das weiße Edelmetall soll dabei in einer Preisspanne von 15 bis 21 US-Dollar je Feinunze handeln.

 

Für das Jahr 2015 erwartet die HSBC drei Einflussfaktoren: So wird die Verknappung des Angebots dazu beitragen, einen Boden für die Silberpreise zu halten. Doch auch wenn der Preis für Silber nicht weiter signifikant fallen wird, macht eine weiterhin schwächelnde Investmentnachfrage eine Rallye ebenso unwahrscheinlich. Im Hinblick auf die physische Nachfrage wird ein niedriger Silberpreis nach Ansicht der HSBC helfen, die Kurse in Abschwüngen zu unterstützen.