Singapur: Goldkontrakt startet im Oktober

Singapur Exchange: Goldkontrakt mit physischer Auslieferung

An der Singapur Exchange startet am 13. Oktober 2014 ein neuer Goldkontrakt mit physischer Auslieferung. Dies gaben die vier beteiligten Organisationen am gestrigen Mittwoch bekannt. Dabei handelt es sich um einen 25 Kilogramm Gold umfassenden Großhandelskontrakt, der global angeboten werden soll. Laut eigenen Angaben ist dieser das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der International Enterprise Singapore, der Singapore Bullion Market Association (SBMA), der Singapur Exchange (SGX) und dem World Gold Council (WGC).

 

Eigene „Good Delivery List“ für Barrenhersteller

Der neue Kontrakt an der SGX basiert auf 1 Kilogramm-Barren mit einem Feingoldgehalt von 999,9/1000. Diese werden von einer zugelassenen Raffinerie produziert und zu 25 Stück in einer manipulationssicheren Kiste verpackt, die anschließend versiegelt wird. Die für diesen Kontrakt anerkannten Marken und Hersteller werden auf der „SBMA’s Good Delivery List“ geführt. Laut Albert Cheng, Managing Director des WGC und Sekretär der SBMA, sind bereits 16 Hersteller als Lieferanten genehmigt worden.

Unterstützt wird die Entwicklung des Kontrakts von den Großbanken JPMorgan Chase Bank, Standard Bank Plc Singapore Branch, Standard Chartered Bank und Bank of Nova Scotia.

 

Asiatischer Goldmarkt in Bewegung

Der Goldkontrakt an der SGX startet später als erwartet. Noch im Juni hatten die Verantwortlichen erklärt, der Handel könne im September beginnen. Durch die Terminverschiebung in Singapur lag der Fokus im vergangenen Monat stattdessen auf der Shanghai Gold Exchange, die ihre internationale Goldbörse in der Freihandelszone eröffnet hat. Auch die US-amerikanische CME Group will sich auf dem asiatischen Goldmarkt engagieren. Das Unternehmen plant einen eigenen Futures-Kontrakt mit physischer Auslieferung in Hongkong, der im vierten Quartal dieses Jahres lanciert werden soll.

„Der Start des Singapur-Kontrakts, zusätzlich zu dem, was in Shanghai passiert, ist ein Spiegelbild der Bedeutung Asiens für den globalen Goldmarkt“, erklärte Albert Cheng gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Laut dem WGC war Asien im vergangenen Jahr für 63 Prozent des weltweiten Goldkonsums in Form von Schmuck, Barren und Münzen verantwortlich. Zugleich überholte die Volksrepublik China Indien als größten Goldkäufer.

 

Quellen:

sgx.com

Bloomberg.com