Platin und Palladium: Schwach trotz Gold-Comeback

Platinbarren 1 KilogrammNicht alle Edelmetalle konnten von der jüngsten Schwäche der Aktienmärkte profitieren. Während der Goldpreis seit Beginn des Jahres deutlich angezogen hat, schwächeln Platin und Palladium. In der vergangenen Woche lag der Preis für eine Feinunze Gold zeitweise fast 290 US-Dollar über dem Preis für eine Feinunze Platin. Laut der Commerzbank war dies der höchste Preisunterschied seit dem Start des Platinhandels an der Börse im Jahr 1987.

Vor etwa 13 Monaten lag die Gold/Platin-Ratio zum letzten Mal bei eins, d. h. Gold erreichte die Parität zu Platin. In den Jahren zuvor notierte der Platinpreis in der Regel über dem Goldpreis. In seinem aktuellen Marktbericht beleuchtet der Edelmetallkonzern C.HAFNER die Ursachen der Preisschwäche.

 

Industrielle Nachfrage ist entscheidend

So weisen die Edelmetallexperten darauf hin, dass die sogenannten Platinum-Group-Metals (PGM) sich eher an Basismetallen wie Kupfer oder Nickel orientieren als an Gold. Entscheidend für den Kurs von Platin und Palladium seien die industrielle Nachfrage bzw. die konjunkturellen Aussichten.

Vor diesem Hintergrund spielt besonders die Konjunkturschwäche Chinas eine große Rolle. In den vergangenen Jahren sorgte die gigantische Rohstoffnachfrage der Volksrepublik dafür, dass kleinere Nachfragerückgänge aus anderen Regionen kaum ins Gewicht fielen. Seit dem zweiten Halbjahr 2015 ist die chinesische Nachfrage jedoch zurückgegangen. Noch entscheidender sei jedoch die Unsicherheit über zukünftige Entwicklungen, welche die asiatischen Börsen zu Beginn des Jahres durchgerüttelt habe.

Die Autoren des Marktberichts erwarten in den kommenden Monaten weiterhin keine nennenswerten Aufwärtsbewegungen. Es werde entscheidend sein, wie sich die Wirtschaft kurzfristig entwickelt, vor allem in Asien. Weitere Kurskorrekturen seien aber sehr wahrscheinlich.

 

Den vollständigen Marktbericht von C.HAFNER finden Sie hier.