John Paulson verkauft Gold vor Preisanstieg

US-Milliardär John PaulsonDer jüngste Anstieg des Goldpreises hat nicht nur Gewinner hervorgebracht. Wie das Anlegermagazin „Der Aktionär“ berichtet, hat sich ausgerechnet der bekennende Gold-Fan John Paulson verschätzt. Demnach reduzierte der US-Milliardär seine Anteile am Gold-ETF SPDR Gold Shares im vierten Quartal 2015 um mehr als ein Drittel. Offenbar zu früh: Seit Jahresbeginn hat der Goldpreis deutlich angezogen und die Verluste des Vorjahres zeitweise mehr als wettgemacht.

Bislang hatte Paulson 9,23 Millionen Anteile am SPDR Gold Shares gehalten. Nach einem Bericht der US-Wertpapieraufsicht SEC reduzierte er seine Position im vierten Quartal vergangenen Jahres auf 5,78 Millionen Anteile (ein Anteil notiert bei ca. 114 US-Dollar). Trotz der Verkäufe bleibt der Hedgefonds von John Paulson, Paulson & Co. Inc., größter Anteilseigner des SPDR Gold Shares.

 

Großbanken verkaufen ebenfalls Anteile

Paulson ist nicht der einzige Investor, der seine Anteile am weltgrößten Gold-ETF Ende vergangenen Jahres massiv reduzierte. Dem SEC-Bericht zufolge verkaufte die Credit Suisse 93 Prozent ihrer Beteiligung und damit rund 4,9 Millionen Anteile. Auch die US-amerikanischen Großbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs reduzierten ihre Positionen vor dem Goldpreisanstieg Anfang 2016 deutlich. Morgan Stanley veräußerte 3,1 Millionen Anteile, die Verkäufe von Goldman Sachs beliefen sich auf 601.294 Anteile.

Der SPDR Gold Shares, auch SPDR Gold Trust genannt, ist der größte Gold-ETF der Welt. Der Fonds wurde 2004 aufgelegt, um ein massentaugliches Anlageprodukt für das gelbe Edelmetall zu schaffen. Der SPDR Gold Shares soll den Preis einer Zehntel Unze Gold abbilden. Das Fondsvermögen wird in Form von Good-Delivery-Barren LBMA-zertifizierter Hersteller gehalten und in den Tresoren der HSBC bzw. deren Partnern gelagert.

 

Bildquelle: © Paulson & Co. Inc.