Indien plant erste eigene Goldbörse

Taj Mahal in IndienIn Indien verdichten sich die Pläne für eine landeseigene Goldbörse. Wie mehrere Medien berichten, will die India Bullion and Jewellers Association (IBJA) die erste physische Goldbörse des Landes gründen. Diese soll dazu beitragen, die Preisfindung zu standardisieren und die Transparenz des Marktes zu verbessern.

Der Verband setzt das Vorhaben in Zusammenarbeit mit Indiens ältester Börse um, der BSE Ltd. Das Projekt scheint weit fortgeschritten zu sein, denn laut der IBJA soll die indische Goldbörse bereits im nächsten Jahr an den Start gehen. Derzeit werben die Initiatoren im ganzen Land um Teilnehmer.

 

Indische Schmuckindustrie kaum überschaubar

Die in Mumbai ansässige Vereinigung von Goldhändlern und Juwelieren hat lediglich 3.000 Mitglieder. Bis zum Start der Goldbörse sollen es 100.000 werden. Als Werbemaßnahme hat die IBJA ihren Mitgliedsbeitrag abgeschafft. „Mit dem Aussetzen der Mitgliedsgebühr versuchen wir nicht nur Juweliere aus Großstädten, sondern auch aus kleinen Orten an uns zu binden“, so der Präsident der IBJA, Mohit Kamboj.

Die Schmuckindustrie im goldverliebten Indien besteht hauptsächlich aus kleinen familiengeführten Firmen, die keiner formalen Vereinigung angehören. Dies macht es für die Regierung umso schwerer, Änderungen umzusetzen und sorgt für einen undurchsichtigen Markt. Dass größere Geschäfte in Bar abgewickelt werden, ist im indischen Goldhandel nicht unüblich.