DEG: Vorsicht vor „Pessimismus-Falle“

Krügerrand 1 UnzeDie Deutsche Edelmetall-Gesellschaft e. V. (DEG) warnt Privatanleger vor einer übereilten Abkehr von Gold und Silber. In einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung weist die Vereinigung darauf hin, dass der Goldpreis in US-Dollar seit vier Jahren geradezu idealtypisch korrigiere. „So wie es derzeit aussieht, erleben wir das nahende Ende einer klassischen 50-Prozent-Korrektur“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der DEG, Waldemar Meyer. „Wenn diese Korrektur weiterhin so ideal verläuft, dann sollte sie bei rund 950 US-Dollar zu Ende gehen.“

Für Privatanleger werde es nun wichtig, nicht in die „Pessimismus-Falle“ zu tappen.  Nach vier Jahren Goldpreisverfall würden die Stimmen und Analystenmeinungen zu Gold tendenziell immer schlechter. Am Ende solcher Trends würden schließlich extrem niedrige Kursziele durchgereicht und laufend die Frage gestellt, ob eine Anlage in Gold überhaupt noch Sinn machen könne. „Dieses Spiel kennt jeder, der schon mehrere Jahrzehnte am Markt ist“, so Meyer.

 

Letzter Ausverkauf von Gold steht noch aus

Nach Meinung der DEG kommt es nun darauf an, das mögliche Ende der Goldpreiskorrektur abzupassen. Werde ein solcher Trend beendet, komme es häufig zu abrupten, steilen Anstiegen. Oftmals schieße das Gold innerhalb weniger Tage nach oben, um danach wieder monatelang ereignislos vor sich hin zu pendeln.

Kurzfristig fehlt Meyer zufolge aber noch ein letzter, panikartiger Ausverkauf von Gold, um mit höchster Sicherheit von einem Ende der jahrelangen Korrektur sprechen zu können. „Kommt es jetzt zu einer kurzfristigen Erholung beim Goldpreis, dann kann das heißen, dass sich die Korrektur noch weiter in die Länge zieht. Ideal wäre dagegen ein rascher, panikartiger Abverkauf bis in den Bereich von rund 950 US-Dollar“, erläuterte der DEG-Vorsitzende. Dann gelte es, die extrem negativen Schlagzeilen zu ignorieren und einen Teil des für die Goldanlage vorgesehenen Geldes zu investieren.