Chinesisches Gold-Fixing startet im April

Chinesischer GoldbarrenChinas Pläne für einen Gold-Referenzpreis auf Renminbi-Basis werden konkreter. Wie das Portal „The Bullion Desk“ berichtet, soll das chinesische Gold-Fixing am 19. April dieses Jahres an der Shanghai Gold Exchange (SGE) starten. Aus internen Quellen erfuhr Bullion Desk, dass der Starttermin offiziell festgelegt und die Handelsregeln an die teilnehmenden Banken verschickt wurden.

Zum Start des Gold-Referenzpreises wird der Teilnehmerkreis wohl überwiegend aus chinesischen Banken bestehen. Doch ausländische Kreditinstitute könnten sich ebenfalls am Verfahren beteiligen. Derzeit versuche die SGE, mehr ausländische Banken für ihr Vorhaben zu gewinnen, so die internen Quellen.

 

Spekulation über Teilnehmer

Im Hinblick auf den Teilnehmerkreis geht Bullion Desk davon aus, dass sich dieser aus den zehn sogenannten „Market Makers“ zusammensetzt. Die SGE hatte das Market-Maker-System im vergangenen Januar eingeführt, um den Goldhandel zwischen den Banken zu erleichtern. Die zehn offiziellen Market Maker sind die ICBC, die Agricultural Bank of China, die Bank of China, die China Construction Bank, die Bank of Communications, die China CITIC Bank, die China Merchants Bank, die Industrial Bank, die Bank of Ningbo und die ANZ.

Chinas Pläne für einen in Renminbi notierten Gold-Referenzpreis sind schon seit längerer Zeit bekannt. Die Chinesen erhoffen sich von dieser Maßnahme einen größeren Einfluss auf die Preisgestaltung von Gold. Zusammen mit Indien gehört die Volksrepublik zu den größten Goldkonsumenten der Welt. Zudem ist das Land seit 2008 der größte Produzent des gelben Edelmetalls.